Schwarzweiß-Negative mit dem CanoScan FS 2710

Canons FS 2710 ist ein professioneller Scanner, mit dem sich Kleinbildnegative und Dias voll ausreizen lassen. Allerdings muß man manchmal etwas tricksen ... Da die Originalscans eine Auflösung von bis zu mehr als 3600 mal 2400 Pixeln haben, kann ich sie hier nur verkleinert bzw. teilweise als Ausschnitte in voller Auflösung wiedergeben.

Wie schon auf der Hauptseite erwähnt, macht das Scannen von Negativen bisweilen Schwierigkeiten. Hier ein ziemlich altes Negativ, das dem Scanner einfach zu "hart" ist. Scannt man es als "Farbpositiv" und invertiert es anschließend, so erhält man ein schön weiches Positiv, dessen Chamois-Tönung dem schon leicht verschrammten Bild zusätzlichen Reiz verleiht.

Ein altes Negativ, links als
Hier ein Ausschnitt desselben Negativs, der den Tonwertverlust beim "Negativscan" (trotz aller Korrekturbemühungen) deutlich werden läßt. Die Vollbilddarstellung zeigt das Bild in 100% Größe der Pixelauflösung des Scanners. Soweit ich mich erinnere, habe ich das Bild als Knabe (also vor mindestens 33 Jahren, auf dem Oktoberfest in München geschossen.Ausschnitte aus den obigen Scans
Das ist ein "neues" Negativ von 1991, das auf Ilford HP5 belichtet und mit Ausgleichsentwickler (Emofin) bei erhöhter Emfpindlichkeitsausnutzung auf 800 ASA entwickelt wurde. Ich habe mich mit der empfindlichkeitssteigernden Entwicklung bewußt zurückgehalten, da man bei Theateraufnahmen ohnehin mit sehr hartem Licht rechnen muß. Hier wurde das als Positiv gescannte Bild anschließend in das 8-Bit-SW-Format gewandelt, so daß man keine Farbtönung erhält. Das Bild entstand bei den Theaterfestspielen in Feuchtwangen, Intendant und Regisseur Imo Moskowitch inszenierte Maria Stuart (Shakespeare), wenn ich nicht irre, ist die junge Schauspielerin seine Tochter.Theaterfoto - links als Negativ, rechts als Positivscan
Trotz der Kombination eines weichen, mittelempfindlichen Films mit dem aufwendigen Zweistufen-Ausgleichsentwickler ist dem Scanner das Negativ eindeutig zu hart. Der "Positivscan" in der Dia-Einstellung beweist jedoch, daß das Gesicht (rechts) sehr wohl noch abgestufte Töne enthält. Alle Versuche, durch Verändern der Gradationskurven im Negativscan (links) das Bild zu verbessern, erbrachten nur unbefriedigende Ergebnisse.Ausschnitte aus dem oben gezeigten Bild
Hier noch ein Bild aus meiner Gymnasialzeit, das als Negativ gescannt wurde. In diesem Fall kann man das Ergebnis akzeptieren, wenn man diese Gegenlichtaufnahme mit dem transparenten Schirm gerne brilliant haben möchte. Die Aufnahme zeigt die Filmschauspielerin Sabine von Maydell als Teenager (sie war damals in derselben Klasse wie ich).Sabine von Maydell

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