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Ich bin hier umgeben von zauberhaften Fotos und Drucken. Manche Drucke
sind A2 groß (Canon BJC 5500), andere haben eine derartig hohe Auflösung
und Farbdifferenzierung (HP Photo Smart Printer), daß man - wählt
man ein digitalisiertes Dia als Quelle - nicht erkennen kann, daß
das kein "echtes" Foto ist. Eines ist jedenfalls klar: Nimmt man einen
professionellen Film/Diascanner, erzeugt genügend große Dateien
(so 20-30 MByte sollten, bis zu 100 MByte können es schon mal sein)
und benutzt dann einen "Fotodrucker" zum Ausdruck, entspricht die Qualität
inzwischen wirklich der von Vergrößerungen auf chemisch verarbeitetem
Fotopapier. Allerdings braucht man dazu auch teure Spezialpapiere und Fotodrucker,
die mit sechs Druckfarben arbeiten. Mehr darüber vielleicht einmal
auf einer Seite über Farbenlehre und Drucktheorie.

Wie aber steht es mit dem direkten "digitalen Fotografieren"? Morgens
oder nachmittags mit der digitalen Kamera losziehen und abends schon die
digital erzeugten Vergrößerungen ausdrucken. Ja, es geht. Am
schönsten ist es natürlich, wenn man zu zweit loszieht - wie
käme man sonst zu einem solchen Portrait von sich selbst (rechts).
Das hat Anneliese aufgenommen (links). Die Qualität der Bilder ist
noch deutlich geringer als die von gescannten Dias. Mit einer der neuesten
Kameras (DC 120 von Kodak) bekommt man aber auf einem Fotodrucker im Format
18x24 (etwa A4) Bilder, die nur bei genauerem Hinsehen - wenn überhaupt
- als "digital" erkennbar sind (naja, sie sind - unkomprimiert - ja auch
nur um 3 MB groß). Sicher - Schärfe und Tonvielfalt können
mit Kleinbild noch nicht mithalten, aber erst bei wesentlich stärkeren
Vergrößerungen als auf A4 werden Pixeleffekte klar erkennbar.
Und da man große Bilder ja auch aus größerer Entfernung
betrachtet, überzeugen die Bilder der DC 120 auch noch im Format A3
(ca: 30 x 40 cm) und teilweise sogar in A2 (ca: 40 x 60 cm). Das ist innerhalb
von weniger als einem halben Jahr nach meinem ersten Test einer Anzahl
von digitalen Kameras ein so überzeugender Fortschritt, daß
ich mittlerweile daran glaube, daß die digitale Fotografie die chemische
in kurzer Zeit ablösen kann und wird ("kurze Zeit" - allenfalls kann
es sich noch um wenige Jahre handeln).
Mit
der DC120 von Kodak habe ich ziemlich reichhaltige Erfahrungen gesammelt.
Natürlich bin ich erst einmal in der näheren Umgebung losgezogen,
da gibt es ja mehr als genug Fotomotive. Da ich - wie Hollywood mal das
Drehen von Western eingestellt hat - schon lange keine Landschaftsfotografie
mehr gemacht habe, geschah in den vergangenen vier Jahren diesbezüglich
so gut wie nichts. Und die ersten Digitalkameras waren einfach noch zu
schlecht. Nun aber - was sagt Ihr zu dem schönen Bild eines der Bäche,
die hier durch das Tal fließen, das Anneliese aufgenommen hat? Dieses
Bild, das hier stark reduziert ist, haben wir auch auf A2 ausgedruckt,
und es wirkt als Wandposter wirklich gut - obwohl man, zugegebenermaßen,
bei genauem Hinsehen, die digitale Natur erkennt. Es wurde allerdings auch
nicht mit der höchstmöglichen Auflösung der Kamera aufgenommen,
sondern in der ersten Kompressionsstufe - so bringt man statt nur 12 etwa
41 Bilder auf der 10MB-Flashcard unter, die mir zum Test zur Verfügung
stand. Und was sind schon 12 Bilder auf einem Fotoausflug?

Das
war auch ein Hindernis auf dem Ausflug zum Königssee, so daß
ich da ebenfalls mit der ersten Kompressionsstufe fotografiert habe. Ich
setzte mit dem Schiff nach St. Bartholomä über. Dort traf ich
Anneliese, die eine zweitägige Bergwanderung hinter sich hatte. Wir
sind dann auf der Halbinsel ein Stück in die "Wildnis" spaziert, um
dort am Ufer zu picknicken.
Eine
der letzten fotografischen Aktionen, ehe ich die Kamera wieder zurückgeben
mußte, bestand in dem Versuch, eine "Lichtplastik" zu fotografieren,
an der ich gerade arbeite. Sie bildet einen "Baum" aus Eisenbändern,
die ich im Schrott eines Spenglers gefunden habe, sowie aus 10 Tabaksdosen
als "Blätter". In jeder Dose ist eine Energiesparlampe montiert, so
daß eine Art "Lichtbaum" entsteht. Diese Aufnahme ist nachts in unserem
Garten entstanden. Die Kamera war auf einem Stativ montiert, zusätzlich
habe ich eine 500W und eine 800W Halogenleuchte benutzt. Besonders interessant
wirkt das Motiv, wenn man es in größerem Format auf "Hinterdruckfolie"
oder Transparent druckt und dann von hinten durchleuchtet montiert (in
einem Schaukasten, am Fenster oder ähnlich).
Zum
Abschluß ein "Gruß von Bayrischzell" quasi aus der Luft - naja,
von der Sudelfeldstraße aus. Das interessiert vielleicht besonders
meine Internetfreunde aus Übersee - immer wieder erhalte ich eMail
von Leuten aus USA oder Kanada, die schon mal in Bayrischzell waren und
daher im Internet meine Seiten aufgestöbert haben. Welcome to Bavaria!
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