|
Für Lydia. Frau in den Gezeiten am Ende dieses Centums, grad am Ursprung Deines Seins, die Segel voll gesetzt, braust Du über's Lebensmeer, weit noch sind die Ufer fern. Manchmal hab' ich schon gedacht, ob es einmal würde wahr, daß dem meinen solch ein Schiff auf dem Wellenritt begegnen tät, und diesmal ist mir fast als würden die Signale von da drüben dieses sagen, was ich so lang erwartet hab. Doch fürderhand umkreisen wir in sich'rer Meilen Wegdistanz einander noch und tauschen so manche Nachricht miteinander. So bin ich sehr gespannt, ob Deine Segel irgendwann wieder hinterm Horizont eintauchen oder ob es doch einmal geschieht daß wir einander längsseits kommen. Johannes, 11. 2. 94 |
| Bitte wählen Sie einen Text oder die Ausgangsseite im Inhaltsverzeichnis links! |
|---|