Hochauflösende semiprofessionelle Digitalkamera

P.M.-Logo
Im Auftrag von:

(C) by Johannes Leckebusch 2001, 2002

Stand: 22. 05. 2002


Canon PowerShot G2

und

PowerShot G2 Microdrive Edition

Ganz neu ist die "Microdrive Edition" der PowerShot G2: Zusammen mit einem 1 GB Microdrive kostete sie seinerzeit nach Preisempfehlung von Canon 1399 Euro und war im Gegensatz zur "regulären" Version ganz in Schwarz gehalten.

Schon wenn man das kühle, solide Metallgehäuse der G2 in der Hand spürt, hat man das Gefühl, es mit einer professionellen Kamera zu tun zu haben. Sie ist relativ schwer (420 Gramm ohne Batterien und Speicherkarte) und wuchtig gebaut. Auch der erste Eindruck von Bildern auf dem Röhrenmonitor des PC ist überwältigend: noch nie sah ich so eine Schärfe und Klarheit bei einer digitalen Amateurkamera! Allerdings sieht man bei voller Vergrößerung von Aufnahmen, die im Kompressionsmodus (JPEG) aufgenommen wurden in feinen Details, etwa bei entfernten Laubbäumen in der Landschaft, eine deutliche Farbverschmierung. Siehe hierzu Bemerkungen eines Lesers nach dem Bild.

In der Vergrößerung erkennt man JPEG-Artefakte

Die PowerShot G2 komprimiert ihre Bilder etwa um den Faktor 5 (je nach Motiv auch deutlich mehr oder weniger). Bei starker Vergrößerung erscheinen Flächen ähnlicher Farbgebung als diffuse "Farbwölkchen", wider Erwarten sind die Ergebnisse beim Abspeichern im kameraeigenen "Rohformat" (CRW) nicht deutlich besser. Ansonsten werden feine Details recht gut aufgelöst - siehe den Sendemast auf dem Wendelstein (dem Berg, der im linken Bild am rechten Rand zu sehen ist). Im Original ist das recht differenzierte Bild 2272 x 1704 Pixel groß, beansprucht aber nur 2,361 MByte - häufig sind die Fotos sogar nur gut 1,3 MByte groß.


Nach dem derzeitigen Stand der Technik läßt die PowerShot G2 kaum Wünsche offen. Ihr Bildsensor verfügt über 4,13 Millionen Pixel (4 Megapixel), sie arbeitet intern mit einer Farbtiefe von 30 Bit. Das Objektiv verfügt über einen auf Kleinbild umgerechneten Brennweitenbereich von 34 mm (ordentliches Weitwinkel) bis 102 mm (echte leichte Telebrennweite) und ist mit einer maximalen Öffnung von F 2.0 (Weitwinkel) bis F 2,5 (Tele) recht lichtstark, erfreulicherweise auch im Telebereich. Das ist nicht nur für verwacklungsfreie Aufnahmen bei schlechtem Licht, sondern auch für eine gezielte Bildgestaltung wichtig. Das Objektiv kann in Drittelstufen bis auf F 8.0 abgeblendet werden. Bei Bedarf kann man sich Weitwinkel- und Televorsatzlinsen zulegen.

Die angenommene "Filmempfindlichkeit" reicht von ISO 50 bis ISO 400. Damit gehört die Kamera zwar nicht gerade zu den hochempfindlichen, aber in Verbindung mit dem lichtstarken Objektiv reicht das für viele Fotosituationen. Leider werden Bilder in der Einstellung ISO 400 ziemlich verrauscht, sie wirken dann ähnlich wie mit einem grobkörnigen höchstempfindlichen Farbfilm aufgenommen, können aber ohne weiteres noch im A4-Format gedruckt werden (wobei "chemische Filme" aber Empfindlichkeiten von ISO 800 bis über ISO 3200 erreichen). Dabei ist aber die Farbwiedergabe auch bei Kunstlicht recht gut - siehe übrigens auch die Hinweise zum Rohdaten-Format.

Sucher und schwenkbares LCD

Im Prinzip ist die G2 eine Zoomsucher-Kamera (mit Dioptrien-Ausgleich), also keine Spiegelreflex, auch keine Kamera mit "elektronischem Sucher", wie es sie ja auch schon gibt (FinePix 4900 Zoom). Jedoch verfügt sie wie üblich über ein Farb-LCD. Das ist jedoch nicht fest am Kamerarücken angebracht, wo es notorisch mit Nasenfett eingerieben werden würde, sondern seitlich ausklappbar. Braucht man es nicht, bleibt es vor Verschmutzung und Kratzern geschützt. Ausgeklappt kann läßt es sich fast beliebig drehen und schwenken und so auch von oben, von der Seite oder gar von vorn (Selbstportrait, das Bild wird aufrecht dargestellt) betrachten. Es läßt sich aber auch so drehen und an den Kamerarücken zurückklappen, daß es dieselbe Position einnimmt wie ein an der Rückwand fest angebautes Display. Es ist von hoher Qualität und zeigt ein brilliantes und sehr fein gerastertes Bild (leider macht der Hersteller keine Angabe zur Auflösung), ist allerdings leider, wie alle diese Displays, sehr vom Betrachtungswinkel abhängig. Das ist schade, denn es zeigt getreulich die Auswirkung von manuell eingestellten Zeit/Blendenkombinationen hinsichtlich der effektiven Belichtung an - was man aber nur einigermaßen präzise beurteilen kann, wenn man das Bild aus einem genau definierten Winkel betrachtet, da es sonst drastisch heller oder dunkler erscheint.

Histogramm

Ein Histogramm (Mitte) zeigt die Verteilung von hellen und dunklen Tönen in einem Bild. Wenn ein Bild (oben) nicht den gesamten Helligkeitsumfang nutzt, kann man diesen einschränken (dunkles und helles Dreieck im mittleren Bild) und das Bild so brillanter machen (unten).

Diese Abbildung wurde mit Adobe Photoshop gewonnen.

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang ein Modus bei der Wiedergabe bereits aufgenommener Bilder, der nicht nur die verwendete Empfindlichkeit, Zeit, Blende, Belichtungskorrektur und den Weißabgleich anzeigt, sondern auch ein "Histogramm". Letzteres zeigt eine grafische Statistik der Helligkeitsverteilung im Bild, so dass man erkennen kann, in welchem Maße helle und dunkle Partien im abbildbaren Helligkeitsraum vertreten sind. Muße, sich damit zu beschäftigen, dürfte aber allenfalls bei Studioaufnahmen vorhanden sein, oder bei sonstigen Motiven, die nicht weglaufen und bei denen sich nicht - wie schon bei einem Sonnenuntergang - die Lichtverhältnisse rasch und unvorhersehbar verändern.

Foto-CD bestellen

Längst ist es nicht mehr möglich, hochaufgelöste Digitalfotos in ihrer Originalqualität auf einer Webseite abzubilden. Wenn Sie eine Auswahl meiner Probeaufnahmen im Original kennenlernen wollen, können Sie eine CD bestellen. Senden Sie bitte DM 20,- oder Euro 10,- (inkl. Porto und MWSt) mit dem Vermerk "CD Testfotos Canon PowerShot G2" an Johannes Leckebusch, Schlierseer Str. 27, 83735 Bayrischzell. Absender nicht vergessen! {;-)).

Noch vor kurzem hätte ich einer Digitalkamera solche Sonnenuntergangs-Aufnahmen nicht zugetraut. Dabei sind sowohl Farbwiedergabe als auch Belichtung sehr ordentlich. Beide erfolgten automatisch - ich habe lediglich das Messfeld auf einen geeigneten Motivausschnitt gerichtet und dann die Messung vor der Belichtung gespeichert.

Winterimpressionen

Zur Seite 'Winterimpressionen'
Der Wintereinbruch bot viele reizvolle und auch schwierige Motive, welche die G2 souverän meisterte. Klicken Sie auf das Bild!

Bedienung

Die Automatik belichtet recht zuverlässig, verschiedene "Motivprogramme" sind bequem über ein Einstellrad auf der Oberseite links hinter dem Auslöser einstellbar. Für den Profi bietet die Kamera außerdem Blenden- und Zeitvorwahl sowie rein manuelle Einstellungen, sogar der Entfernung, und viele weitere Rafinessen. Die Bedienung ist deutlich durchdachter als bei vielen anderen Herstellern, zum Beispiel lässt sich das Zoom gut mit einem Hebelchen am Auslöser bedienen, statt mit einer Wippe am Kamerarücken, wo dem Finger meist die eigene Nase im Weg ist.

Bei Landschaftsaufnahmen versagte häufig die automatische Scharfstellung. Mit leicht dunstigem, waagrechten Horizontlinien weiß sie offenbar nichts anzufangen - hält man sie schräg, packt sie plötzlich die Schärfe, die man dann mit halb gedrücktem Auslöser speichern muß, während man die Kamera wieder gerade ausrichtet.

Belichtung auf den Vordergrund
Manchmal ist die richtige Belichtung wirklich schwierig. Hier faszinierte mich das Licht der untergehenden Sonne auf den Stämmen der Baumgruppe. Mißt man mehr auf den Vordergrund, wird dieser heller. Orientiert sich die Belichtung aber am Himmel - der hier nicht so interessant ist - werden Vordergrund und Baumstämme recht dunkel. Mit Bildprogrammen wie Adobe Photoshop läßt sich ein gezielter Ausgleich einstellen (siehe Bild weiter oben ).
Belichtung auf den Himmer

Recht interessant: Es gibt drei auswählbare Sensorfelder für die Schärfe- und Belichtungsmessung links, mittig und rechts im Bildfeld. Auch das ist mir beim Fotografieren im Feld aber viel zu umständlich - stattdessen habe ich mir mit dieser Kamera rasch etwas angewöhnt, was mir von meiner alten Canon Ftb (einer rein mechanischen Spiegelreflexkamera) her vertraut ist: Ich richte das im Display bzw. im Sucher markierte Messfeld auf geeignete Motivfelder, speichere dann die Belichtung und richte die Kamera entsprechend der gewünschten Bildgestaltung aus. Das kann man dann bei schwierigigen Situationen auch variieren - also beispielsweise mal mehr oder weniger Himmel in das Meßquadrat einbeziehen und auf diese Weise Alternativaufnahmen machen. Das geht viel schneller und bequemer als eine Korrektur nach Blendenwerten - wenngleich ich mir auch hier noch wünschen würde, die manuell anhand einer eingeblendeten Anzeige von Messwerten vornehmen zu können. Zur Erläuterung: Meine alte Ftb hatte noch Zeiger und Kelle, die man durch Drehen am Blenden- bzw. Zeitring zur Deckung bringt - oder eben gezielt zur "Nichtdeckung", also kalkulierten Über- und Unterbelichtung. So kann man auch rasch verschiedene Motivteile anmessen und abschätzen, wieweit sie über oder unter der gerade eingestellten Belichtung bewertet werden.

Halbmond mit der PowerShot G2

Nehmen Sie zum Vergleich zur obigen Situation die nebenstehenden Aufnahmen einer Abendstimmung mit Halbmond über einer Bergkette: Mit der G2 (oberes Bild links) habe ich auf die Himmel/Horizont-Bergkettengrenze gemessen, und das Ergebnis ist doch sehr befriedigend. Hier kommt es vor allem darauf an, den Himmel farblich gut abzubilden - aber der Vordergrund sollte auch nicht ganz "absaufen".

Halbmond mit der Coolpix 775

Was die Coolpix 775 (unteres Bild links) gemessen hat und wie sie zu ihrer offensichtlich deutlich unterbelichteten Wertung gekommen ist, läßt sich schwer nachvollziehen. Dass sie außerdem die Farbstimmung klar in Richtung Grünstich verfärbt, ist eine andere Geschichte. Die Aufnahmen belegen im Übrigen, dass man seine Kamera erst einmal kennenlernen muß. Auf das Belichtungsverhalten trifft das sowieso zu - auch bei "analogen". Hier hätte der kundige Fotograf wohl einen Farbfilm gewählt, von dem er aus Erfahrung weiß, dass er das Motiv stimmig wiedergibt. Bei der Digitalkamera stellt sich dagegen die Frage: Hätte ich durch eine andere Einstellung des Weißabgleichs ein besseres Ergebnis erzielt?

Die G2 hat zwar die übliche Nord-Süd/Ost-West-Wippe am Kamerarücken, diese wird aber nur zur Menüsteuerung oder zur manuellen Einstellung von Zeit und Blende benutzt. Den Zoom betätigt man mit einem kleinen Hebel vorn am Auslöser, der auch dann bequem mit dem Zeigefinger bedient werden kann, wenn man durch den Sucher blickt. Vorbildlich!

Wenn das Farb-LCD abgeschaltet oder eingeklappt ist, werden wichtige Funktionen noch durch das schwarzweisse LCD an der Kameraoberseite angezeigt. Hier sieht man zum Beispiel neben Batteriezustand und verbleibenden Aufnahmen im manuellen Modus auch die Zeit- oder Blendenvorwahl bzw. deren Kombination, die eingestellte Belichtungskorrektur und Kürzel für Weißabgleich und Dateiformat. Auch die Einstellung des Belichtungssensors (Spot) wird angezeigt. So grundlegende Funktionen wie Belichtungskorrektur, Messverfahren oder Weißabgleich muß man auch nicht in verschachtelten Menüs suchen, sondern erreicht sie durch eine spezielle Taste, die ggf. mehrfach zu betätigen ist. Die Auswahlmöglichkeiten werden auf den jeweiligen Displays angezeigt. Auch hier kann ich nur höchstes Lob spenden: Würden das nur alle so lösen!

Für die verschiedenen Belichtungsprogramme (Automatisch, Zeit- oder Blendenvorwahl, manuelle Zeit-/Blendenkombination und diverse "Motivprogramme") gibt es das Einstellrad innerhalb des Hebels für "Aufnahme, Aus, Wiedergabe".

Die Kamera hat zwar insgesamt etliche (12) Knöpfchen und dazu noch ein Einstellrad, den Power- und Zoomhebel, jedoch sind diese in ihren Funktionen wirklich durchdacht, gut beschriftet und somit gut zu "erlernen". Man sollte sich aber mal einen gemütlichen Abend lang damit beschäftigen. Einzig der seitlich angebrachte Taster für die manuelle Scharfstellung (dazu wird ein vergrößerter Bildausschnitt in einem kleinen Rechteck auf dem Farb-LCD eingeblendet) nervte mich: Er ließ sich nur mit dem Fingernagel betätigen und muß so in etwas angestreckter Haltung gedrückt bleiben, während man mit der Wippe etwas mühsam die Fokussierung ändert. Hier wäre das gute alte Einstellrad am Objektiv die richtige Lösung - aber irgendwas muß ja noch übrigbleiben, um künftige Kameragenerationen noch zu perfektionieren!

Aus dem Stromsparmodus weckt man die Kamera durch leichtes Antippen des Auslösers wieder auf.

Ein Detail am Boden: Das Stativgewinde ist auch aus Metall, nicht aus Plastik. Dem Objektiv fehlt leider auch bei dieser Kamera jeglicher Schutz gegen Seitenlicht (Sonnenblende). Der Objektivdeckel kann nur bei eingefahrenem Objektiv, das nicht ganz im Gehäuse verschwindet, aufgesetzt werden und muß abgenommen werden, wenn man die Kamera einschaltet - andernfalls warnt auch hier ein Schriftzug LENS auf dem Display. Gegen Verlieren des Deckels schützt ein kleines Riemchen, das man aber selbst anbringen muß. Der Deckel wird auf einen glatten zylindrischen Metallring aufgesteckt, der sich abschrauben läßt - das darunter verborgene Gewinde dient dem Anbringen von Zubehör. Dazu teilte mir ein User mit:

Auf dieses Gewinde schraubt man dann das Zubehör: Vorsatzlinsenadapter "LA-DC58" mit 58 mm Standard-Filtergewinde.
Preis 23,-- €
Darauf paßt auch ein Filter bzw. eine Sonnenblende u.v.a.m. s. Optionales Zubehör. Natürlich ist dann der Sucher nicht mehr zu gebrauchen aber man hat ja noch den LCD-Monitor!!!!!

Das deutsche Handbuch umfaßt 146 Seiten, entsprechend ausführlich und klar erläutert es die vielfältigen Funktionen der Kamera: beispielsweise die Aufnahme mit Schärfespeicherung oder manueller Scharfstellung, Aufnahme und Wiedergabe mit der Infrarot-Fernbedienung sowie die Verwendung eines am Blitzschuh aufsteckbaren Blitzgerätes von Canon (die Modelle Speedlite 220EX, 380EX, 420EX, 550EX und das Macro Ring Blitzgerät MR14-EX unterstützen die automatische Belichtungsfunktion der Kamera).

Leider gibt es bei der G2 für Windows 98 keinen USB-Treiber, der die Kamera als externes Wechselplattenlaufwerk erscheinen läßt, was bei anderen Kameras längst Standard ist (ein solcher ist nur für Windows ME vorhanden). Stattdessen gibt es einen Twain-Treiber, der zwar auch über die USB-Verbindung arbeitet, aber nur von anderer Software (wie z. B. einem Bildverarbeitungsprogramm) aus gestartet werden kann. Auf den mitgelieferten "Canon ZoomBrowser EX" mit seiner verwirrenden Bedienung hätte ich da gerne verzichtet. Versuchsweise habe ich das IBM-Microdrive aus der Casio QV-3500EX in die G2 eingesetzt und damit fotografiert. Dann habe ich es wieder in die QV-3500EX eingesetzt und die Bilder unter Windows 98SE in normalen Dateifenstern auf den Computer herübergezogen - funktioniert einwandfrei. Also warum bietet Canon das nicht genauso?

Zur Ehrenrettung des "Zoombrowsers" muß ich sagen, dass ich nach längerem Grübeln und Herumprobieren herausfand, dass der durchaus mit normalen Verzeichnissen arbeiten kann, die sich in von mir festgelegten Pfaden auf von mir gewünschten Festplatten bzw. Partitionen befinden - allerdings dauert es eine schiere Ewigkeit, bis er die "indiziert" hat, um seine hübschen und durchaus nützlichen Miniaturbildchen anzuzeigen. Ärgerlich: Entferne ich solche Verzeichnisse, weil ich sie auf CD-ROMs gesichert habe, bekommt die vom Zoombrowser angelegte "Bibliothek" davon zunächst nichts mit. Sie muß erst wieder neu "aktualisieren", was wiederum sehr, sehr lange dauert.

Meiner Kollegin Manon, die ja nur auf Mac schwört, habe ich zweimal über die Schulter geschaut, wie sie sich von der Mac-Version der Übertragungssoftware "ImageBrowser" - deren "automatischen Start" beim Anschluß der Kamera sie lobte - über hundert Bilder als Icons auf dem Desktop ablegen ließ, um diese dann mühsam von Hand wieder einzusammeln und in einem Ordner zu verstauen. Wahrscheinlich geht es auch anders, aber da der Mac nicht mein Ding ist und ich keinen habe, habe ich das nicht erforscht - mir kommen nur manchmal Zweifel an der tollen Ergonomie der Mac-Oberfläche, wenn ich die Leute so daran arbeiten sehe.

Speicherformate und Bildübertragung

Auch bei dieser Kamera hat das mitgelieferte USB-Kabel (wie bei allen anderen Herstellern) kameraseitig einen sehr eigenwilligen Stecker, der sonst nirgends paßt - hat man also mehr Kameras verschiedener Hersteller, als sich Kabel direkt am PC anschließen lassen, muß man jedesmal am PC das Kabel wechseln, was besonders bei unter dem Tisch stehenden Tower-Gehäusen höchst ärgerlich ist.

Mitgeliefert wird eine 32 MByte CompactFlash-Karte zum Abspeichern der Fotos, die immerhin 10 bis 15 Bilder in höchster Auflösung speichert (als JPEG). Verwenden kann man auch Speicherkarten bis 128 MB oder das IBM-Microdrive, das in der Version mit 340 MB bereits 172 Bilder speichert. Das der Microdrive-Edition beiliegende 1GB-IBM-Laufwerk im Format CompactFlash Typ II speichert gar 512 Bilder, im RAW-Format immerhin noch stolze 359.

Dazu sollte man sich unbedingt ein passendes Lesegerät anschaffen - oder beispielsweise einen Adapter für CompactFlash-Karten Typ II auf PCMCIA (PC-Card). Seitdem ich den für knapp 70,- DM beim Medimarkt in Rosenheim bekommen habe, haben die Plagen mit der Übertragungssoftware ein Ende - die sich dann auch noch über "zu viele Bilder" beschwert, was die Arbeit verlangsame, wozu sie dann vorschlägt "einige Bilder zu löschen".

Rohdaten: Das Ei des Kolumbus

Die JPEG-Bilder sind zwar von hoher Qualität, aber natürlich bereits verlustbehaftet komprimiert. Alternativ steht ein "RAW"-Format (Rohdaten) zur Verfügung. Es handelt sich nicht um TIFF, sondern um ein herstellerspezifisches Dateikonzept. Erst auf den zweiten Blick erweist sich dieses als genial: Die Dateien mit der Endung ".CRW" sind ebenfalls, aber (angeblich) verlustfrei komprimiert und daher mit meist deutlich unter 3 MB nur ein Drittel so groß wie die üblichen TIFF-Dateien - dafür enthalten sie aber noch alle Ausgangsdaten. Daher kann man mittels des zugehörigen Konversionsprogramms (im Lieferumfang) nachträglich den Weissabgleich, Kontrast, Schärfe und Farbsättigung anpassen. Mit anderen Worten - obwohl in der Datei der eingestellte Weissabgleich als Information enthalten ist - braucht man sich bei den Aufnahmen nicht um die exakte Farbabstimmung zu kümmern, sondern kann dies nachträglich in aller Ruhe und am hochwertigen Monitor einstellen. Wer sich von den CRW-Dateien auch eine deutlich bessere Auflösung (weniger Artefakte) als von den JPEG-Dateien erwartet, sieht sich allerdings enttäuscht: Die Bildqualität unterscheidet sich nur minimal. Die Konvertierung erfolgt wahlweise in TIFF oder Windows-Bitmap mit 8 Bit pro Farbkanal, oder in TIFF mit 16 Bit pro Farbkanal (mit letzterem Format können allerdings nur wenige Bildverarbeitungsprogramme etwas anfangen). Das ist für anspruchsvolle Reproaufnahmen von unschätzbarem Vorteil. Dabei kann man auch eine Aufnahme mit einem manuellen Weißabgleich auf eine Referenzfläche mitlaufen lassen und die Konvertierung dann auf diese gemessene Farbbalance beziehen.


Ursprünglich schrieb ich : "Die PowerShot G2 komprimiert ihre Bilder erstaunlich stark". Dazu erreichte mich die Zuschrift eines Users:

Sie schreiben in Ihrem Bericht über die G2, daß die G2 die Bilddateien "erstaunlich stark" komprimiert und meinen, darauf Farbverschmierungen zurückführen zu können. Ich bin in dieser Sache anderer Meinung als Sie.

Tja - da haben Sie mich bei einer offenbar schnell hingeschriebenen und nicht näher hinterfragten Bemerkung ertappt. Ich habe gerade mal aus Bildern der Casio QV-3500 und der Nikon Coolpix 775 deren Kompressionsfaktor berechnet - also Auflösung X x Y x 3 und dann dividiert durch die Größe der JPEG-Datei, und komme bei Bildern, die von diesen eher gering komprimiert wurden, auf den Faktor 9 für die Coolpix und 7,36 für die Casio, während ein Beispielbild der G2 5,43fach geschrumpft war.

... Jedoch haben mich diesbezügliche Feststellungen in Kameratests auf www.dpreview.com hellhörig gemacht und ich habe daraufhin den Versuch unternommen, von RAW nach TIFF konvertierte Aufnahmen und unmittelbar in JPEG gespeicherte Aufnahmen möglichst penibel auf Unterschiede zu überprüfen. Ich bin dabei zu der Ansicht gelangt, daß signifikante Unterschiede nicht zu erkennen waren. Was ich sehe, je weiter ich in ein Bild hineinzoome, sind die Unzulänglichkeiten der Bilderzeugung, nicht der Bildspeicherung.

Vergleich Rohformat - JPEG

Auch bei Vergrößerung auf 200% - dh. vier Pixel der Bildschirmwiedergabe auf ein Pixel der Bilddatei - erkennt man kaum Unterschiede zwischen Aufnahmen, die von der Kamera im JPEG-Format gespeichert wurden (oben) und solchen, die vom Canon-eigenen CRW-Format in TIFF umgerechnet wurden. Der leichte Farbunterschied rührt von einer unterschiedlichen Einstellung des Weissabgleichs her (unten: gemessen, oben: automatisch)

Ich habe mit der G2 vom Stativ Vergleichsaufnahmen von einer Zeitung und einem Gemälde gemacht. Man findet schon Unterschiede, allerdings sind sie ziemlich gering und beinahe nur auf Pixelebene feststellbar. Ich habe auch Landschaftsaufnahmen im RAW-Format gemacht, allerdings nicht Vergleichsaufnahmen am selben Ort u. zur selben Zeit mit JPEG. Ich würde es so formulieren: Geht man von den Bildfehlern aus, die in den JPEG-Dateien bei starker Vergrößerung, bzw. den Mängeln, die bei 100%-Darstellung auf dem Bildschirm erkennbar sind, so ist man enttäuscht, dass Aufnahmen im RAW-Format nicht sonderlich besser wirken. Wahrscheinlich handelt sich also im Wesentlichen um Interpolationsfehler bei der Umsetzung der CCD-Daten. Allerdings ist auch das CRW-Format komprimiert, wenngleich das Handbuch behauptet: Verlustfrei.
Am RAW-Format (bzw. "CRW") der G2 sind daher eher andere Aspekte interessant, die ich geschildert habe.

Mit dem eben Gesagten will ich natürlich nicht behaupten, die mit dem JPEG-Verfahren verbundenen Verluste seien irrelevant. Ich behaupte vielmehr, bei der Speicherung der Bilder in der Kamera - und das gilt wohl für alle Fabrikate - spielt die maßgebliche Rolle die Verarbeitung der aus dem CCD-Sensor ausgelesenen Rohdaten. Wieviel Schaden man dabei anrichten kann, das beweist Casio mit der QV-4000. Aber das Phänomen QV-4000 und ihre zahlreichen Testsiege ist ein Thema für sich, von dem man sich inzwischen nur noch kopfschüttelnd abwenden kann.

Die QV-4000 hatte ich leider nicht, nur eine QV-3500, an der mir u. a. die eher schlampige Verarbeitung und das deutlich weniger professionelle Design im Vergleich zur G2 auffielen. Dass die Bildqualität deutlich schlechter ist, auch, aber sie spielt ja auch in einer etwas anderen Klasse. Insofern kann ich zu dem Hickhack zwischen QV-4000 und G2 nicht direkt Stellung nehmen - reizvoll an der 4000 ist sicherlich das Preisniveau, nicht zuletzt im Bundle mit dem IBM-Microdrive (ich habe das die ganze Zeit in der G2 benutzt {;-)). Persönlich würde ich mir lieber eine G2 kaufen und ein Microdrive vielleicht etwas später.

Ihre Art eines Testberichts erscheint mir - nicht zuletzt auch wegen der fotografisch ansprechenden Bilder - viel geeigneter, sich ein zutreffendes Bild von einer Digitalkamera zu machen, als sehr technisch angelegte Vergleichstests, die wohl genau deshalb am fotografischen Kern der Sache vorbei gehen. Diesbezüglich fühle ich mich von der aktuellen c´t - ansonsten eine Zeitschrift, die wir wohl beide seit langem schätzen - herbe enttäuscht.

Als der Test der G2 in der c't erschien (vergleichsweise spät ...), habe ich ihn sofort mit gespanntem Interesse gelesen - und war teilweise auch etwas irritiert, insbesondere über die Bemerkungen zur Kunstlichtwiedergabe. Immerhin wird auch dort eingeräumt, dass der Eindruck praktischer Aufnahmen günstiger gewesen sei als der mit dem Testaufbau. Ich habe die G2 und die QV-3500 mehrmals in realen Situationen bei Kunstlicht - auf einer Geburtstagsparty und auf einer Vernissage - benutzt und war mit den Ergebnissen der G2 recht zufrieden, während die der Casio teilweise eher unnatürlich wirkten. Ich argwöhne, dass die Umstände, unter denen die c't diese Tests macht, nicht unbedingt mit der Art und Weise harmonieren, wie die Kameras ihren automatischen Weissabgleich ermitteln. Das ist sicherlich ein sehr komplexes Thema, und letzten Endes kann man es auch nicht rein objektiv werten. Ich habe mal in der Anfangszeit mit einigen Kameras Aufnahmen bei reinem Kerzenlicht gemacht - wobei einige das Bild derartig "kaltrechneten", dass sie vielleicht meßtechnisch bessere Noten erhalten hätten als andere, die es mehr beim heimeligen Gelb/Orangestich beließen, aber die Ergebnisse waren derart unnatürlich, dass man sich darüber nur erheitern konnte (und staunen, was für ein knalliges Blau man bei Kerzenlicht "sehen" kann). Ein ähnliches Problem bilden Sonnenuntergänge, was ja einige Hersteller schon zu einem speziellen Programmpunkt "Sonnenuntergang" am Einstellrädchen veranlaßt hat. Wenn man aber mit Halogenlampen Reproaufnahmen macht, hat man wieder ganz andere Erwartungen (und sollte dann wirklich einen messtechnischen Weissagleich auf ein Blatt Papier vornehmen).
Ich denke, man müßte beide Ansätze - den des technischen Versuchsaufbaus unter standardisierten Bedingungen, und den der praktischen Erfahrung gleichermaßen berücksichtigen. Meine Erfahrung besagt, dass man für die praktischen Erfahrungen viel Zeit benötigt (viel mehr als die Leihdauer der Kameras bzw. die Abgabetermine dies in der Regel erlauben), wobei sich immer wieder Überraschungen ergeben. In den Zeitschriften ist dann, wenn sie ein halbes Dutzend oder mehr Kameras im Vergleich vorstellen, auch viel zu wenig Platz, um die Ergebnisse darzulegen. Dieses Dilemma wird dann noch durch den sehr raschen Modellwechsel bei den Digitalen verschärft.

Im Übrigen lese ich aus Ihrem Bericht heraus, daß Sie an diesem Gerät PowerShot G2 viel Gefallen gefunden hatten, damit gerne arbeiten mochten und das nicht zuletzt, weil die Ergebnisse so überzeugend sind. Dem schließe ich mich - nach meinen bisherigen Erfahrungen mit dieser Kamera - uneingeschränkt an.
Neithart von Krenski

Ja. Ich hätte sie gerne behalten, konnte es mir aber momentan nicht leisten.


Testaufnahmen zum Weißabgleich

Die c't bescheinigte der PowerShot G2 bereits in der Ausgabe 3/2002 "Im Kunstlicht heftiger gelb-brauner Farbstich". Ich habe jetzt mit der in Schwarz gehaltenen Microdrive-Edition einen Weißabgleichs-Test nachgeholt und muß diese Wertung zunächst bestätigen, wie die untenstehende Aufnahme zeigt (vergleiche die Ausführungen zum Thema Weißabgleich auf der Seite Pixelgiganten). Die in das Bild eingeblendeten Farbalance-Dialoge haben einen neutral grauen Hintergrund, und bei dem kleinen schwarzen Kreis in der Mitte des Testbildes sollte sich ein neutrales, mittleres Grau befinden.

Halogenlicht mit automatischem Weißabgleich

Im folgenden wiederhole ich aus den verschiedenen Testaufnahmen jeweils denselben Ausschnitt von der linken oberen Ecke des Testbildes. Der reinweiße unbedruckte Papierrand bildet dabei die Weißreferenz der Vorlage. Die Aufnahmen wurden im RAW-Format gemacht, was verschiedene nachträgliche Korrekturen erlaubt - die ganze Prozedur allerdings recht umständlich macht. Die insbesondere bei den Ausschnitten sichtbaren JPEG-Artefakte stammen von der Reduktion der Bilder für's Internet.

Soweit nicht anders angegeben, wurden die Bilder in der Konvertierungseinstellung "wie Aufnahme" vorgenommen, das heißt, bei Einstellung "Automatik" ergibt sich ein TIFF-Bild mit einer Farbwiedergabe, wie man sie auch beim Aufnehmen im JPEG-Format erhalten würde.

Oben der Ausschnitt der linken oberen Ecke des Testbildes, den ich für die Vergleichsdarstellungen verwende, in der Einstellung "Automatik" bei Halogenlampen-Beleuchtung.

Man könnte fast meinen, der automatische Weißabgleich funktioniere gar nicht - der Vergleich mit dem unteren Ausschnitt, der in der Einstellung "Tageslicht" bei der gleichen Beleuchtung aufgenommen wurde, zeigt jedoch, dass die Kamera nur sehr stark unterkorrigiert.
Ausschnitt aus Kunstlicht-Automatik
Halogen mit Tageslicht-Einstellung

Das Verhalten einer Kamera bei automatischem Weißabgleich ist keine reine Frage der Technik, sondern auch der Ästhetik. Unten sehen Sie zwei Aufnahmen von einer Geburtstagsparty. Die obere wurde ohne Blitz und bei einer Beleuchtung mit Glühbirnen und Kerzen gemacht - die ziemlich warme Tönung des Bildes wirkt heimelig und gibt die Atmosphäre wieder. Würde die Kamera den "Kunstlicht-Farbstich" vollständig ausregeln, ergäbe sich eine Lichtstimmung wie auf der Aufnahme darunter (die mit Blitz gemacht wurde) - unnatürlich kühl.

Partystimmung
Nimmt man das Weiß der Tischdecke als Referenz, dann ist das obere Bild eindeutig "falsch abgeglichen" mit starkem Orange-Braunstich und zu knapper Belichtung. Welche Aufnahme aber gibt die Stimmung der Geburtstagsparty besser wieder?
Party - mit Blitz

Partystimmung hin oder her - für viele Zwecke ist so ein Verhalten jedenfalls unbrauchbar. Beispielsweise wenn man Bilder in einer Ausstellung fotografieren möchte, oder Reproaufnahmen aus Büchern etc. In diesem Fall kann man entweder die Einstellung "Kunstlicht" ausprobieren, die mit Schreibtisch-Halogenlampen ganz gut harmoniert, oder man wählt gleich den noch besseren Weg und ermittelt den Weißabgleich messtechnisch, wie die nachfolgenden Testbilder zeigen.

Bei Einstellung auf die vorgegebene Farbtemperatur "Kunstlicht" erhält man mit Halogenlampen eine recht neutrale Wiedergabe, die allerdings noch einen leichten Purpurstich aufweist. Halogenlicht und Einstellung Kunstlicht
Am reinsten wird das Weiß bei messtechnischem Weißabgleich auf ein Stück weißes Papier oder Graukarton. So kann man die Wiedergabe auch bei unterschiedlichen Lichtquellen exakt abstimmen.Messtechnischer Weißabgleich bei Halogenlicht
Aufnahme mit Biolux-Leuchtstofflampen, die ein hochwertiges "Tageslicht" von - laut Hersteller Osram - 6500 Kelvin liefern. Belichtung mit messtechnischem Weißabgleich. Die Farben sind etwas wärmer und lebhafter als bei Halogenlicht (oben). Messtechnischer Weißabgleich auf 6500 Kelvin
Bei Einstellung auf die vorgegebene Abstimmung "Tageslicht" wirkt das Bild fast unmerklich kühler.Einstellung Tageslicht bei 6500 Kelvin
"Wolkig" (für bedeckten Himmel), bei dem man eine höhere Farbtemperatur erwartet, wirken die Farben etwas "sonniger", dh. wärmer.Einstellung
Der automatische Weißabgleich liefert ebenfalls eine schwach rötliche Wiedergabe, die Abweichungen sind aber insgesamt gering. Automatischer Weißabgleich bei 6500 Kelvin

Die Testreihe zeigt, dass auch bei Kunstlicht eine sehr neutrale Farbwiedergabe möglich ist - wenn man eine zur Lichtquelle passende Voreinstellung wählt oder den Weißabgleich messtechnisch ermittelt. Bei (simuliertem) Tageslicht ist die Farbwiedergabe lebhafter und tendiert eher zu warmen Tönen, ist aber insgesamt kaum anders. Die vorgegebenen Einstellungen für "Tageslicht" und "Wolkig" unterscheiden sich nur sehr wenig. Bei Kunstlicht erzeugt der automatische Weißabgleich durchweg sehr gelblich-orange Bilder, die jedoch geeignet ist, eine heimelige Atmosphäre wiederzugeben - für Reproduktionen ist diese Funktion nicht geeignet.

Da die Kamera für den bei natürlichen Motiven im Vergleich zu Drucken sehr viel höheren Kontrastumfang ausgelegt ist, habe ich einmal die Funktionen "Kontrast hoch" und "Farbsättigung hoch" bei der Konvertierung angewandt. Anschließend wurde der Tonwertumfang noch per Histogramm korrigiert und die Farbsättigung nochmals leicht erhöht.Konvertierung mit angehobenem Kontrast und Farbintensität
Das computergenerierte Testbild (ohne Umweg über den Farbdrucker!) zeigt sehr viel reinere und lebhaftere Farben. Insgesamt läßt sich die Wiedergabe aber durch entsprechenden Abgleich sehr gut an das Original annähern.Computergeneriertes Testbild

Die PCMCIA-Reader-Story

Eigentlich wäre diese ganze Sache mit der lästigen Übertragungssoftware und den jeweiligen Kabeln mit eigenwilligen Steckern für mich kein Thema: Denn genau deshalb hatte ich mir ja ein PCMCIA-Laufwerk und einen Adapter für CompactFlash-Karten angeschafft. Leider versagte dieser just zu Beginn der Tests den Dienst - Windows hängte sich jedesmal auf, wenn ich eine CompactFlash-Karte einsetzte. Da in der Zwischenzeit verschiedenes am Rechner umgebaut und neu installiert worden war, hatte ich alle erdenklichen Ursachen im Verdacht - leider vergeblich. Auch in Newsgruppen erhielt ich bei wiederholten Hilferufen selbige nicht.

Endlich konnte ich nach monatelangem wiederholten Suchen in einer durchgemachten Nacht das Problem lösen. Die Hänger der CompactFlash-Karten verschwanden, als ich im BIOS für den Interrupt 9 die Einstellung "Used by ISA" machte (mein PCMCIA-Laufwerk ist ein ISA-Bus-Gerät). Ich kann mich nicht entsinnen, ob ich diese Einstellung zuvor jemals verändert habe - jedenfalls hatte das Kartenlaufwerk ja ursprünglich funktioniert. Ein zweites Problem - Aufhängen beim Drucken - dessentwegen ich schon den Verdacht auf einen Speicherfehler geschöpft hatte, erwies sich als Kameragemacht: Der "NKMon" von Nikon war's, der vermutlich überwachen soll, wann jemand eine Nikon-Kamera an den USB-Port anschließt. Killen dieser Task bzw. schließlich Deinstallation der gesamten Treibersoftware von Nikon heilte meinen Drucker wieder!

Technische Daten Canon PowerShot G2

T E C H N I S C H E  D A T E N
Allgemein
Kameratyp: digitale Sucherkamera
Bildsensor: 1/1,8-Zoll, 4.,13 Mio. Pixel CCD mit Primärfarben
max. effektive Bildfläche: 2.272 x 1.704 Pixel
Empfindlichkeit : Automatisch, ISO 50, 100, 200 und 400 wählbar
Farbtiefe: 30 Bit intern
Aufnahmequalität: Hoch: 2.272 x 1.704 Pixel
Mittel 1: 1.600 x 1.200 Pixel
Mittel 2: 1.024 x 768 Pixel
Klein: 640 x 480 Pixel
Movie: 320 x 240 Pixel / 160 x 120 Pixel (15 Bilder pro Sekunde)
Sucher + LCD
Sucher: optischer Zoomsucher mit Dioptrinausgleich (-3,0 bis +1,0)
LCD-Monitor Sucher und Wiedergabefunktion
1,8“ Low-Temperature-Polysilikon-LCD
dreh- und schwenkbar
Objektiv
Brennweite: 7 – 21 mm
(34-102 mm äquivalent zu KB)
Lichtstärke: F 2,0 – 2,5
Objektivaufbau: 8 Linsen in 7 Gruppen, davon 2 asphärisch
Entfernungseinstellung: TTL-Autofokus (One-Shot oder Schärfenachführung) mit Autofokus-Messwertspeicher
Manuelle Scharfstellung/Fokus wählbar
Autofokus Messfelder 3 (einzeln anwählbar)
Aufnahmedistanz: Makro: 6 cm (W) / 20 cm (T) – 70 cm
Normal: 70 cm - •
Digitalzoom: 3,6fach
Verschluss
Verschlusstyp: Mechanischer und elektronischer Verschluss
Verschlusszeiten: 8s – 1/1.000 s (automatische Rauschreduktion ab 1,3s Belichtungszeit)
Belichtungssteuerung
Messsystem: TTL-Belichtungsmessung
Messmethoden: Mehrfeldmessung, Spotmessung (verknüpft mit Autofokuspunkt), mittenbetont integral
Belichtungssteuerung: +/- 2 Blenden in 1/3 Stufen
Auto-Bracketing-Funktion
Weißabgleich: Automatisch
Voreinstellungen: Tageslicht, wolkig, Kunstlicht, Leuchtstoffröhren für geringe Farbtemperatur; Leuchtstoffröhren H für hohe Farbtemperatur
Manueller Weißabgleich
Belichtungskorrektur: +/- 2 Blenden in 1/3 Stufen
Aufnahmemodi: Landschaft, Portrait, Nachtaufnahme, Pan-Fokus, Farb-,Effekte (kräftig, neutral, Sepia, Schwarz & Weiß), Panorama-Assistent, Movie
Blitzgerät
Blitzgerät Eingebauter Blitz:
5 versch. Blitzmodi: Auto, An, Aus, Rote Augen Reduzierung
Blitzschuh für externen Blitz:
Blitzbelichtungs-Messwertspeicher verfügbar
Blitzbereich: 0,7 – 4,5 m (W), 0,7 – 3,6 m (T)
Blitzbelichtungs-Korrektur: +/- 2 Blenden in 1/3 Stufen
Speicher
Speichermedien: Compact-Flash-Memorykarten (CF-Karte) – 32 MB inklusive
Image Format : RAW, JPEG, AVI (Movie )
Qualitätsstufen: RAW, Super-Fein, Fein, Normal
Bildkapazität: bei 32 MB und max. Auflösung (2.272 x 1.704 Pixel)
ca. 10 Bilder RAW-Format
ca. 15 Bilder im Super Fein-Modus,
ca. 27 Bilder im Fein-Modus
ca. 56 Bilder im Normal-Modus
Movie: bis zu 128 sec (320 x 160 Pixel)
Sonstiges
Serienaufnahmen: Priorität Geschwindigkeit: bis zu 2,6 Bilder/Sek.
Priorität Bildanzahl: bis zu 1,7 Bilder/Sek.
(2.272 x 1.704 Pixel / Fein-Modus ohne Zuschaltung LCD-Monitor)
Besonderheiten: Dreh- und Schwenkbarer Monitor
Filmaufzeichnung: 15 Bilder / Sekunde, maximal 120 Sekunden
Lupenfunktion bei Bildwiedergabe (3fache oder 6fache Vergrößerung)
Histogramm-Anzeige bei Bildwiedergabe
10 Menüsprachen wählbar
Dioptrienausgleich (-3,0 - +1,0)
Panorama-Assistent
Direktdruck i.V.m. Canon Card Photo Printer CP-10
DPOF (Digital Print Order Format)
Selbstauslöser
Interface: USB I/F
Audio/Video-Out (PAL oder NTSC)
CF-Karten-Steckplatz (Typ I + II)
unterstützte Betriebssysteme: Windows 98 / ME / 2000
MAC 8.6 oder höher
Stromversorgung: Lithium-Ionen Akku (Lieferumfang)
Netzadapter (Lieferumfang)
Ladegerät Autobatterie (optional)
Stromverbrauch: Lithium-Ionen Akku (Lieferumfang)
400 Aufnahmen mit LCD / 1000 Aufnahmen ohne LCD
300 Minuten Playback
Abmessungen: 120,9 x 76,6 x 63,8 mm
Gewicht: 420 g (ohne Batterien und CF-Card)
Lieferumfang Hardware: PowerShot G2 Kamera, 32 MB CF-Card (bzw. 1-Gigabyte Microdrive bei der Microdrive-Edition), Lithium-Ionen Akku (BP511)
Netzstromadapter (Ladekabel), USB-Verbindungskabel, Videokabel, Trageriemen, Fernbedienung
Lieferumfang Software: für Windows 95 / 98 / NT 4.0 / 2000:
TWAIN-/WIATreiber 3.8 (Win 98 / ME / 2000), Adobe PhotoShop LE, PhotoStitch Panoramasoftware Ver. 3.1.3, ZoomBrowser Fotomanagementsoftware 2.8, Photo-Record Drucklayoutsoftware 1.2.4, RemoteCapture 2.0, RAW Image Converter 1.1, Apple QuickTime 5.0
für Apple Macintosh PPC:
Adobe PhotoShop LE, Photoshop-Plug-In 3.8, USB-Mounter 1.0, PhotoStitch Panoramasoftware 3.1.2, ImageBrowser Fotomanagementsoftware 1.4, RemoteCapture 2.0, RAW Image Converter 1.1, Apple QuickTime 5.0
Herstellergarantie: 12 Monate
Optionales Zubehör: Canon CF-Karten: 8 – 128 MB
IBM microdrive 340 MB / 520 MB / 1 GB
PCMCIA Adapter für CF-Karten
Lithium-Ionen Akku BP-511, Lithium-Ionen Akku BP-512
Weichtasche SC-PS700
Objektivadapter für Konverter LA-DC58
Weitwinkelkonverter WC-DC58 (Faktor 0,8)
Telekonverter TC-DC58 (Faktor 1,5)
Nahlinse 250D
Ladegerät Autobatterie CR-560
Doppelladegerät (für Lithium-Ionen Akku BP-511) CA-PS560


Preis Microdrive-Editon:

1.399 Euro
Preis Reguläre Ausgabe: 1.175 Euro
Alle Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen der Canon GmbH mit original Canon-Garantiekarte. Irrtümer und Änderungen vorbehalten.
URL:http://www.canon.de/
http://www.powershot.de/

Johannes Leckebusch