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Die Camedia C-4040 Zoom ist eine klassische Zoom-Sucher-Kamera ähnlich wie die Kodak DX4900 oder die Canon PowerShot G2 . Preislich (889,- € bei Foto Sauter in München zum Redaktionszeitpunkt Mitte Mai 2002) und vom Funktionsumfang (außer Automatik auch Zeit- oder Blendenvorwahl und manuelle Belichtungssteuerung) liegt sie näher an der G2.
| Den abendlichen dramatischen Wolkenhimmel hat die automatische Belichtung schön erfaßt. |
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Die C-4040Z übertrifft von den Daten her sogar das Objektiv der G2: Eine Anfangslichtstärke von F 1,8 bei umgerechnet 35 mm Weitwinkel ist ziemlich einzigartig und kommt schon an mittlere lichtstarke Festbrennweiten heran.
Die DX4900 bietet bei 35 mm nur F 2,8, die G2 F 2,0 bei 34 mm. Bei der maximalen Telebrennweite von 105 mm sinkt sie auf immer noch sehr beachtliche F 2,6 (G2: 2,5 bei 102 mm, DX4900 nur noch Blende 4 bei mageren 70 mm). Sie möchte also eher in der Klasse der G2 mitspielen. Die hat allerdings bei vielen Ausstattungsmerkmalen die Nase vorn: Schwenkbares Display - bei der C-4040Z fest angebaut. CompactFlash-Karten Typ I und II (Microdrive!), die C-4040 mag nur SmartMedia. Im Bildformat mit 4,1 Megapixeln (maximal 2272 x 1704 Pixel) liegt sie gleichauf, bei der maximalen "Filmempfindlichkeit" mit ISO 400 ebenfalls (die G2 läßt sich aber auf ISO 50 herunterschrauben, die C-4040 nur auf ISO 100). Die G2 fasst sich edler an, bei der Olympus herscht Kunststoff vor, sie liegt aber gut in der Hand. Die weniger zahlreichen Knöpfchen machen einen billigeren Eindruck, einige sind sogar nur Gummitaster. Das Zoom wird wie bei der G2 mit einem Hebelchen am Auslöser betätigt, reagiert aber mit einer Verzögerung von gut einer halben Sekunde recht träge (die G2 reagiert fast augenblicklich, das Zoom läuft aber etwas nach, vor allem bei sehr kurzer Betätigung).
| Greift man unmittelbar nach der Spiegelreflex nach der Sucherkamera und versucht sich an einer Nahaufnahme - geht das prompt daneben: Paralaxenfehler. Bei Nahaufnahmen führt ein Visieren durch den optischen Sucher, da dessen optische Achse neben der des Objektivs liegt, zu einem falschen Bildausschnitt! |
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Bei einem Fotohändler beträgt der Preisunterschied der C-4040Z zur G2 (999,- €) nur 120,- €. Damit steht der Hauptvorteil, das besonders lichtstarke Zoom, gegen den Gewinn an Speicherkapazität mit dem derzeit noch unschlagbaren Microdrive. Die SmartMedia-Karten gibt es derzeit bis 128 MB und sie sind nicht sonderlich robust.
| So wird's richtig - Bildkontrolle über das Farb-LCD am Kamerarücken. Damit der Autofokus das auch noch packt, wird die Nahaufnahme-Funktion gedrückt (Blumensymbol auf dem SW-LCD auf der Kameraoberseite). Da sich nun der weiße Samenbusch im Bildzentrum befindet, tendierte die Automtik gegenüber der obigen Aufnahme zu einer eher zu knappen Belichtung - ein Problem, mit dem man bei jeglicher Automatik rechnen muß. |
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Von F 2.0 auf F 2,8 ist es eine ganze Blendenstufe, was in der Belichtungszeit einem Unterschied von z. B. 1/15 Sekunde bei 2,8 und 1/30 Sekunde bei 2,0 ausmacht. Zwischen F 1,8 und 2,0 ist der Unterschied recht gering, noch geringer zwischen 2,6 und 2,5 - man kann also sagen, die G2 ist annähernd gleich lichtstark. In dieser Klasse gibt es noch andere Konkurrenz, z. B. die Casio QV-4000 mit 1GB IBM-Microdrive für 899,- €.
| Bei Landschaftsaufnahmen belichtet die Automatik gut, die Farben fallen dezent und eher warm aus. |
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SmartMedia-Karten sind geringfüg teurer als CompacFlash, es gibt sie derzeit mit maximal 128 MB ab knapp 80 €. Compactflash sind auch mit 256 MB erhältlich - nicht zu vergessen das Microdrive bis zu 1 GByte für etwa 350 bis 400 € - oder noch günstiger im Bundle mit einer der erwähnten Kameras.
Auf der Seite Pixelgiganten habe ich ausführlich beschrieben, was unter Weißabgleich zu verstehen ist und was dabei zu beachten ist. Im folgenden finden Sie Ausschnitte aus den dort erläuterten Testaufnahmen.
| Testaufnahme bei simuliertem Tageslicht 6500 Kelvin (entspricht eher bedecktem Himmel) mit automatischem Weißabgleich. Die Farben wirken warm, die Ausmessung des weißen Papierrandes ergibt aber eine absolut perfekte Weißbalance. |
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| Bei der vorgegebenen Einstellung auf "sonnig" wird das Bild minimal kühler (etwas mehr Blau). |
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| Dementsprechend erscheint das Bild bei der Voreinstellung auf "wolkig" etwas wärmer. Zur Erläuterung: Bei Sonnenschein ist eine niedrigere, bei bedecktem Himmel eine höhere Farbtemperatur zu erwarten - da sich das Testlicht nicht änderte, ergibt sich eine gegenteilige Verschiebung der Farbwiedergabe, die allerdings ziemlich gering ist. |
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| Die Aufnahme bei Kunstlicht (Halogen) mit automatischem Weißabgleich liefert den üblichen Gelb-Braunstich, allerdings relativ mäßig. |
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| Bemerkenswert neutral fällt die Wiedergabe bei Voreinstellung auf "Kunstlicht" aus - diese ist offenbar sehr gut auf haushaltsübliche Niedervolt-Halogenlampen abgestimmt. Einen messtechnischen Weißabgleich gibt es nicht - stattdessen eine manuelle Balance zwischen Blau und Rot (siehe Kommentar im Text). |
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In den Disziplinen Tageslicht automatisch und mit Voreinstellung sowie bei Kunstlicht schlägt sich die C-4040 recht gut. Mit der Automatik tendieren alle bisher getesteten Kameras zu einem "heimeligen" Gelb-Braunstich, die Voreinstellung auf Kunstlicht brachte mit den Niedervolt-Halogenlampen, wie man sie in gängigen Schreibtischleuchten findet, dagegen ein fast exakt neutrales Ergebnis.
Bedauerlich aber, dass es keinen messtechnisch ermittelbaren Weißabgleich gibt. Die ersatzweise angebotene Lösung einer manuellen Weißbalance zwischen Rot- und Blau, die man nur über das Display am Kamerarücken kontrollieren kann, läßt sich allenfalls als Scherz auffassen: Das kann ja aus systematischen Gründen nicht funktionieren. Bei dem winzigen Display ist das Auge, das den Farbabgleich prüfen soll, auf das Umgebungslicht abgestimmt - und kann daher bestenfalls beurteilen, ob die Wiedergabe auf dem Mini-Display in etwa der vorhandenen Beleuchtung entspricht. Folgerichtigerweise erhielt ich bei dem Versuch, das Bild auf dem LCD "neutral" einzustellen eine Aufnahme, die ähnlich gelbstichig war wie die mit Automatik bei Kunstlicht.
Etwas lästig war, dass bei zu raschem aufeinanderfolgenden Auslösen der auf dem Stativ befestigten Kamera einige der Testaufnahmen unscharf wurden: Der Autofokus war noch nicht fertig und hatte die zuvor exakte Schärfe wieder "verpfuscht".
| Bildformat: | Max. 2272 x 1704; 4,1 MP, sowie 2048 x 1536, 1600 x 1200, 1280 x 960, 1024 x 768, 640 x 480 |
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| Speicher: | 3 (3,3)-Volt SmartMedia, 16 MB mitgeliefert; ebenso verwendbar 4 MB bis 128 MB |
| Objektiv: | 35 bis 105 mm (KB-Äquiv.), max. Blende F1,8 (W) bis F 2,6 (T), kleinste Blende 10; Filtergewinde 41 mm. |
| Sucher: | Optischer Zoomsucher, LCD Farb auf Kamerarückseite |
| Verschluß: | 4 Sek. bis 1/800 automatisch, manuell 16 bis 1/800 Sek. |
| Empfindlichkeit: | 100, 200, 400 ISO (manuell oder automatisch) |
| Belichtung: | Digitale ESP-Messung, Spotmessung; Automatik, Blenden- oder Zeitvorwahl, manuelle Belichtungssteuerung. |
| Weißabgleich: | Automatisch, Tageslicht sonnig, Tageslicht bewölkt, Glühlampenlicht, Fluoreszenzlampenlicht, Weißabgleich-Soforteinstellung |
| Schnittstelle(n): | USB, AV (Video) |
| Dateiformat(e): | JPEG (DCF - Design rule for Camera File system), TIFF, DPOF (Digital Print Order Format) |
| Software: | k. A. |
| Computer: | Windows 98/ME/2000/XP, Mac |
| Stromversorgung: | 2 CR-V3 Lithium-Batterieblöcke oder 4 x AA (R6) NiMH-, NiCd-, Alkali oder Lithiumbatterien. |
| Gewicht: | 320 g (ohne Batterien) |
| Größe (Breite/Höhe/Tiefe): | 109,5 x 76,4 x 69,6 mm |
| Besonderheiten: | Wird von Windows ab 98 als "externes Laufwerk" erkannt (bei 98/SE Installation des mitgelieferten Treibers erforderlich) |
| Lieferbares Zubehör: | Netzteil. |
| Preis: | Keine Angabe. Foto Sauter: 889,- € |
| URL: | http://www.olympus.de/. |