Blackdot

17. 02. 2005 (C) 2005 by Johannes Leckebusch

Testbericht und Erfahrungsbericht zur Canon EOS 300D und 350D, Objektivtest (EOS-Objektive, EF-Objektive, alte Objektive), Bauanleitung für Fernauslöser (Drahtauslöser, Kabelfernauslöser) (Drahtauslöser), Tipps und Tricks, Empfindlichkeitserhöhung auf ISO 3200, RAW-Format (Belichtungskorrektur, Belichtungsumfang, Weißabgleich) und andere Fragen und Antworten zum RAW-Format (RAWFORMAT), Schärfentiefe, Winkelsucher, Portraitfotografie, Thema Licht, Nachtaufnahmen, Silvester- Feuerwerksaufnahmen, Nahaufnahmen, Selbstbau-Reprogestell, Buchtipp.

Neu: Ein ungleiches Paar - EOS 40D und EOS 400D

EOS 350D - Nachfolgerin der legendären EOS 300D

Canon EOS 350D, Vorderansicht mit Tamron SP AF XR 28-75
EOS 350D mit dem Tamron SP AF XR 28-75. Das in schwarz gehaltene Objektiv passt gut zum Design der Kamera, aber auch seine Abbildungsleistungen werden ihr eher gerecht als das Kit-Objektiv, das aber als ergänzendes Weitwinkelzoom bei dem geringen Aufpreis zu empfehlen ist (siehe Objektivtest).

Etwa einen Monat lang konnte ich die EOS 350D (auch "Digital Rebel XT") testen. Aussehen tut dieses Nachfolgemodell zur EOS 300D mit 8-Megapixel-Sensor in seinem schwarzen Gewande deutlich schicker als die Vorgängerin. Es handelt sich übrigens nicht um den gleichen Sensor wie in der EOS 20D, sondern um eine Neuentwicklung mit minimal kleineren Abmessungen und 8 statt 8,2 MPixeln!

Der allererste "hands on" Eindruck: Die ältere EOS 300D liegt wesentlich angenehmer in der Hand. Mir ist der Griffbereich der 350D zu klein und zu kantig, und er fühlt sich nach hartem Plastik an. Bei der EOS 300D ergeben die etwas glattere, aber doch leicht matte Oberfläche des Handgriffs, zusammen mit den sanfteren Rundungen und dem tieferen und breiteren Fingerraum ein weicheres Gefühl. Zumindest meine mäßig langen europäischen Männerfinger liegen hier gut an der Griffwölbung an, während sie bei der 350D mit den Fingerspitzen am Gehäuse aufstoßen wie die Zehen in zu kleinen Schuhen. Tatsächlich weist auch der Griffbereich der 350D einige stufige Kanten statt einer durchgehenden Wölbung auf, und die rauhe Oberfläche des Gehäuses fühlt sich an den Fingerkuppen unangenehm an, es fehlt auch die zusätzliche "Rinne" für den Mittelfinger, die an der 300D ein zusätzliches Sicherheitsgefühl im Griff ergibt. Vielleicht sollte Canon einfach den Griff noch einmal überarbeiten.
Manche wählen daher auch gleich den zusätzlichen Batteriehandgriff (habe ich noch nicht ausprobiert). Ich habe aber auch festgestellt, dass nach einer Weile eine Gewöhnung an das andere Griffgefühl stattfindet - schlußendlich muss das jeder selbst für sich herausfinden.
Die 300D war - mit gleichem Objektiv und jeweiligem Akku - fühlbar schwerer, aber als gravierend empfinde ich den Unterschied nicht.

Auf jeden Fall ist die EOS 350D ein weiterer Schritt auf dem Wege, die digitale Spiegelreflexfotografie zu perfektionieren und dabei die Vorzüge der Digitaltechnik mit der Eleganz und Einfachheit der alten Fototechnik zu vermählen ...

Canon EOS 350D, Rückansicht

Im praktischen Einsatz punktet die 350D rasch gegenüber der 300D. Angenehm fällt sie zum erstenmal beim Einschalten auf: Sie ist sofort betriebsbereit, während man bei der 300D immer etwas warten muss (ca. 2 Sekunden) und sie am liebsten während eines Spaziergangs ständig eingeschaltet läßt, und zwar bei auf ca. 10 Minuten verlängerter Abschaltzeit in den Standby-Modus. Mit der Akkubetriebsdauer hatte ich deswegen noch keine Probleme. Die 350D wacht dagegen auch aus dem Standby-Modus praktisch sofort auf, sodass es nahezu gleichgültig erscheint, wie man sie betreibt. Und schließlich ist sie, was sich besonders bei dem inzwischen von mir heißgeliebten RAW-Format dramatisch bemerkbar macht, wesentlich schneller beim Abspeichern. Beim normalen "Abdrücken" wird man kaum je warten müssen, und selbst wenn man so lange Aufnahmen in Serie schießt, bis gar nichts mehr geht, ist sie nach wenigen Sekunden wieder einsatzbereit, während sich das bei der 300D schon eine Weile hinziehen kann (genauere "Stopuhr"-Beobachtungen folgen evtl. noch). So würde ich sagen - selbst ohne die etwas erhöhte Auflösung währe sie, vom Griffproblem einmal abgesehen, ein ergonomischer Gewinn! Und mit dem Tamron schwarz in schwarz sieht sie einfach schick aus.

Noch eine gute Nachricht: Neugierig auf den Anschlussstecker der Fernbedienung öffnete ich die seitliche Gummiklappe - und sah die gleiche Buchse wie an der EOS 300D, ich konnte auch meinen Selbstbau-Fernauslöser anschließen und damit arbeiten.

Das Kit-Objektiv trägt nun den Zusatz "II". und soll nach Meinung eines amerikanischen Testers bei weit geöffneter Blende schärfer sein, bei kleinen Blenden im Telebereich aber eher schlechter (englischer Testbericht).

Laut Auskunft von Canon sind die optischen Eigenschaften jedoch identisch sein: "Die Modifikation zur Version II ist nur äußerlicher, kosmetischer Natur. Um das Design des Objektives der kompakteren Anmutung der EOS 350D anzupassen, wurde das vordere Fassungsdesign (am Filtergewinde) abgerundet und erhält dadurch ebenfalls einen kompakteren und moderneren Eindruck." Abweichende Testergebnisse seien auf Exemplarstreuungen zurückzuführen.

Ich habe es während des Testzeitraums gelegentlich benutzt (vorwiegend allerdings das Tamron), ohne etwas Auffälliges festzustellen. Beim abschließenden Objektivtest traten allerdings mit dem Kit-II-Objektiv Fokussierfehler auf, sodass ich annehmen muss, dass das Exemplar leicht fehlerhaft war (oder es im Testzeitraum wurde), daher kann ich dazu leider aus eigener Erfahrung nichts weiter sagen. Das alte Kit-Objektiv der EOS 300D funktionierte einwandfrei auch an der EOS 350D.

Canon EOS 350D mit Kit-Objektiv II Das Kit-Objektiv trägt jetzt den Zusatz "II" und soll im Offenblende-Bereich schärfer sein, was laut Canon aber nur ein Gerücht ist.

Im beigepackten Softwarepaket wurde die schwerfällige FileViewerUtility durch das Programm "Digital Photo Professional" ersetzt, dessen erster Eindruck sehr positiv ist, mehr darüber nach längerer Erfahrung, vermutlich auf der Seite "Arbeiten mit dem Canon-RAW-Format".
Ich habe die EOS 350D über Pfingsten auf eine Reise mitgenommen und gründlich ausprobiert und auch andere Interessenten damit arbeiten lassen. Die Eindrücke sind durchweg positiv, vor allem wegen der unter allen Umständen quasi sofortigen Bereitschaft. Allgemeine Kritik fand wiederum der Handgriff - siehe oben.

Canon EOS 350D, Rückansicht nah Das rückwärtige Display hat praktisch die gleiche Größe, aber an der 350D nur 115.000 statt 118.000 Pixel.

Eine hervorragende englischsprachige Besprechung auf Grund eines Vorserienexemplars finden Sie hier: Canon EOS 350D / Digital Rebel XT.
Noch ein Test mit Vergleich zur 300D (englisch).
Ein weiterer englischer Testbericht mit Vergleichen zur EOS 300D und 20D.
Und hier noch eine recht kritische Besprechung, auch im Vergleich zu DSLRs anderer Hersteller.


Höhere Auflösung aus etwas kleinerem Sensor

Der etwas kleinere Sensor (350D: 22,2 x 14,8 mm; 300D: 22,7 x 15,1 mm) wirkt sich durchaus merklich auf den Bildausschnitt (etwas kleiner, also etwas größerer Verlängerungsfaktor in Richtung Tele) aus, der Unterschied ist allerdings marginal. Auch das Sucherbild kommt mir geringfügig kleiner vor, dafür mag es einen Tick heller sein (gegenüber einer klassischen SLR für Kleinbildfilm ist es freilich ebenso unbefriedigend wie das der EOS 300D, vor allem bezüglich der Scharfstellung von Hand, weil das Bild einfach zu klein ist, um feine Details exakt erkennen zu können, siehe auch unten EOS 300D).

Bildausschnitt EOS 350D
Unter gleichen Umständen (Stativaufnahme vom selben Standort, beide Male mit dem Kit-Objektiv am Anschlag in Telestellung) liefert die EOS 350D (oben) einen geringfügig kleineren Bildausschnitt als die EOS 300D (unten).
Bildausschnitt EOS 300D

Der Sensor der EOS 20D hat effektiv 8,2 Megapixel, also etwas mehr als die 350D, und liegt mit 22,5 x 15,0 mm größenmäßig zwischen 300D und 350D - Canon scheint also dem Trend zu immer kleiner werdenden Sensoren auch nicht widerstehen zu können!

Die effektiven Pixel betragen bei der 350D 8,0 Megapixel (3456 x 2304) gegenüber 6,3 Megapixel (3072 x 2048) bei der 300D. Dies bedeutet eine noch höhere Anforderung an das Auflösungsvermögen der Objektive in Linien/mm bei der 350D gegenüber der 300D.

Ein kleines Rechenbeispiel:

Ich habe einmal anhand der Canon Modelle 300D und 350D aus den angegebenen Pixelgrößen und den Sensorgrößen in Quadratmillimetern ausgerechnet, welcher Auflösung bei Kleinbildformat (oder "Vollformat-Sensor") das entsprechen würde, die Ergebnisse sind beeindruckend:

EOS 300D: Auflösung auf KB-Formatgröße hochgerechnet 15,9 Megapixel
(Effektive Pixel 6,3 Mega, Sensorgröße 22,7 x 15,1 mm oder 342,8 mm²)

EOS 350D: Auflösung auf KB-Formatgröße hochgerechnet 21 Megapixel.
(Effektive Pixel 8 Mega, Sensorgröße 22,2 x 14,8 mm oder 328,6 mm²)

KB: 36 x 24 mm oder 864 mm².

Daraus leiten sich dann die Anforderungen an die Auflösung der Objektive ab, wenn sie die Auflösung der in den Kameras verbauten Sensoren auch "bedienen" sollen - jetzt mal alle Diskussionen über wahre Auflösung, Interpolation usw. beiseitegelassen. Von daher gesehen sollte man bei der Auswahl von Objektiven, besonders hochlichtstarken Zooms, die an sich für KB gedacht sind, schon etwas kritisch sein.

Bildausschnitt EOS 350D
Bei gleicher Ausschnittswahl (Stativaufnahme vom selben Standort, beide Male mit dem Tamron 28-75, Einstellung auf gleichen Bildausschnitt) liefert die EOS 350D (oben) in 1:1 (100% Pixelgröße) ein merklich größeres Bild als die EOS 300D (unten), da sie ja das Bild auf 8 statt 6,3 Megapixel abbildet. Dem entspricht auch eine merklich größere Auflösung.
Bildausschnitt EOS 300D

Wer sich Sorgen darüber macht, ob die höhere Pixeldichte auf dem Sensor der 350D nicht zu einem höheren Bildrauschen führe, besonders bei hohen Empfindlichkeitseinstellungen, den kann ich beruhigen: Es ist eher das Gegenteil der Fall. Ich habe sogar bei einigen "echten Nachtaufnahmen" vom Balkon aus im Lichte einiger Laternen und mit relativ langen Belichtungszeiten mit der 300D in der Einstellung auf ISO 1600 ein eher aggressives "Korn" erhalten, während die 350D hier viel weicher arbeitete und auch eine natürlicher wirkende Farbwiedergabe zustande brachte. Es mag allerdings sein, dass hier in der 300D eine stärkere Bildverschärfung stattfand (trotz Einstellung auf "Parameter 2"), das Programm "Digital Photo Professional" zeigt hier als Schärfe-Parameter 1, bei der 350D aber 0 an. Leider fehlte mir die Zeit, das noch ausführlicher durchzuprobieren. Gegebenenfalls wandele ich die Aufnahmen noch einmal mit anderen Einstellungen um.

Zusammenfassend kann ich nur sagen: Die EOS 350D ist ein signifikanter Fortschritt gegenüber der 300D, und da sie ja zum etwa gleichen Einstandspreis auf den Markt gekommen ist, gäbe es kaum einen Grund, sie nicht gegen das Vorgängermodell EOS 300D einzutauschen, außer, man wertet den bequemeren Griff höher als alle übrigen Vorzüge wie drastisch höhere Arbeitsgeschwindigkeit und maßvoll erhöhte Auflösung bei noch besserem Rauschverhalten. Wenn man denn jemanden fände, der die EOS 300D noch für einen angemessenen Preis haben will - obwohl das ja auch keine schlechte Kamera ist, die man besser als Zweitkamera behalten als unter Wert verkaufen sollte! Trotz aller Vorzüge - gerade bei SLR-Systemkameras ist die wichtigste Investition die in Objektive, und ich würde mir im Moment doch lieber ein gutes Telezoom anschaffen als schon wieder einen neuen "Kamerabody". Der kann dann ja nachfolgen, sobald ich wieder etwas Geld übrig habe ...

Zu den interessanten professionellen Merkmalen gehören sicherlich noch die wahlweise Spiegelvorauslösung und die freie Wahl aller Messmodi in manuellen Betriebsarten, siehe auch nächster Absatz.

Besondere Highlights (laut Hersteller): Extrem rauscharmer CMOS-Sensor mit 8-Megapixeln, USB 2.0, 25 % kleiner und 10 % leichter als EOS 300D, 9 Individualfunktionen mit 24 Einstellungen, Spiegelvorauslösung, Blitzsynchronisation auf 2. Verschlußvorhang, erweiterte Schwarzweiß-Filterfunktionen (von der EOS 20D übernommene Features), extra hoch ausklappbarer Blitz (weniger "rote Augen", weniger Schatten durch Objektivtubus), leuchtet bis 17 mm Brennweite (statt 18 mm an der 300D) aus, freie Wahl zwischen drei AF-Methoden: One Shot, AI Servo AF und AI Focus AF (nicht mehr an Belichtungsprogramm gebunden wie bei 300D). Bis zu dreifache Schreibgeschwindigkeit auf die Speicherkarte. Brennweitenfaktor wie bei der EOS 300D 1,6, verwendbar alle EF und EF-S-Objektive.
Weitere Info direkt beim Hersteller hier: Canon EOS 350D.

Die EOS 300D wird nicht mehr hergestellt und ist teilweise nicht mehr im Handel (außer Rest- oder Gebrauchtmodelle zu jetzt schon oft sehr günstigen Preisen).


Zurück zur Vollkommenheit:

Digitale Spiegelreflex-Kameras

Spiegelreflex-Kleinbildkameras (SLR für Single Lens Reflex) sind nahezu perfekte Instrumente zur Ausübung der fotografischen Kunst. Um so erfreulicher, dass inzwischen die Hersteller von Digitalkameras der gehobenen Amateurklasse, also auch unterhalb der für den Normalsterblichen unbezahlbaren Profiklasse, zu diesem bewährten Konzept zurückgefunden haben, abseits aller Trends zu fotografierenden Handys, die vielleicht demnächst - in Anlehnung an die Lomographie - eine neue Mode der Handygraphie als Kunstform auslösen mögen.
EOS 300D mit dem 'Kit'-Objektiv
Frontalansicht mit dem "Kit"-Objektiv EF-S 18-55 mm f/3,5-5,6, KB-Äquiv. 28,8-88 mm, kleinste Blende f/22-36, Naheinstellung 28 cm, Filtergewinde 58 mm. Die Sonnenblende (EW-60C) ist nicht im Lieferumfang enthalten. Dieses Objektiv paßt nur an die neueren Digital-Modelle, nicht an EOS 30D, 60D, 10D oder 1D, aber an die neue EOS 20D und natürlich an die EOS 350D (über weitere EF-S-Objektive siehe Canon).

Alle Aufnahmen auf dieser Webseite und deren Unterseiten sind eigene Fotos mit der EOS 300D oder 350D, alle Rechte vorbehalten. Die Aufnahmen, auf denen die EOS 300D zu sehen ist, wurden mit der Kodak DX4330 gemacht, die Abbildungen der EOS 350D mit der 300D.

Ein Musterbeispiel moderner digitaler SLR-Kameras ist die EOS 300D von Canon (im anglo-amerikanischen Raum als "Digital Rebel" bezeichnet), die seit September 2003 auf dem Markt ist, und mittlerweile offenbar mehr noch als seinerzeit die legendäre PowerShot G2 zum Kultobjekt geworden ist (und damit auch der Powershot Pro 1 den Rang abgelaufen hat). Diese Kamera erschließt auch alle gängigen "Grenzbereiche" fotografischer Techniken, wie Beurteilen der Schärfentiefe vor der Aufnahme durch Schärfentiefentaste, beliebig langes Belichten von Hand mit "B"-Einstellung (bulb), das sich noch durch einen Fernauslöser mit "Feststellfunktion" (siehe Bauanleitung) bequemer machen läßt, Aufnahmen mit hoher Empfindlichkeit (bis ISO 3200, siehe dazu "High Speed Tricks"), und natürlich Nutzen nahezu des gesamten Objektivprogramms von Canon und einschlägiger Fremdhersteller sowie zahlreichen Zubehörs wie externe Blitzgeräte, Winkelsucher oder Balgengerät.
Seit September 2003 auf dem Markt war die EOS 300D der Beginn einer neuen SLR-Kameraklasse bei Canon (inzwischen abgelöst durch die EOS 350D, wie oben geschildert). Gegenüber einer KB-SLR oder einer Vollformat-Kamera sind beim Sucher gewisse Abstriche zu machen: Das Bild ist deutlich kleiner (auch bei der EOS 350D), da ja auch die Mattscheibe - entsprechend dem Sensor - kleiner ausfällt, und um in etwa die gleiche Schärfentiefe zu erhalten, muss man die Blende um eine Stufe weiter öffnen. Die nicht ganz so gute optische Erfassung der optimalen Schärfe per Augenschein wird etwas dadurch ausgeglichen, dass im manuellen Modus die Schärfesensoren "mitdenken" und blinken bzw. piepen, wenn sie optimale Bildschärfe erkannt haben.
Nach längerem Arbeiten mit der Kamera muss ich sagen, dass ich mit der Scharfstellung etwas Probleme habe. Das liegt sicherlich auch daran, dass auf meinem linken Auge, mit dem ich gewohnheitsmäßig durch den Sucher blicke, die Sehschärfe nachgelassen hat, aber auch mit dem gegenüber einer klassischen KB-SLR doch deutlich geringeren Bildgröße im Sucher - wenn ich mal zum Vergleich durch meine alte Canon Ftb visiere, bin ich immer wieder überrascht, wie viel präziser ich auf deren Mattscheibe - die auch noch durch ein zentrales Mikroprismenfeld ergänzt ist - den Fokuspunkt erfassen kann. Und der Autofokus - naja, der ist schnell und an sich präzise, aber gerade bei größeren Blendenöffnungen kommt es doch oft vor, dass er nicht auf die Bildteile peilt, die mir wichtig gewesen wären. Es scheint auch, dass die effektive Schärfenebene bei voller Blendenöffnung manchmal etwas daneben liegt (auch bei der 350D), selbst wenn das nur ein paar Millimeter sind, kann es bei Nahaufnahmen mit längeren Brennweiten die Bildwirkung gravierend beeinträchtigen. Da muss man schon sehr aufpassen, was den Zeitvorteil durch die "Schnelligkeit" des AF wieder zunichte macht - oder den fotografischen Erfolg, wenn man sich darauf verlassen hat. Auf dem nachfolgend angezeigten Bild auf dem LCD kann man solche Feinheiten leider nicht erkennen.
Rückansicht der EOS 300D
Rückansicht der EOS 300D. Das Display ist feststehend und zeigt vor oder während der Aufnahme kein Bild.

Noch wird die EOS 300D im "Kit" mit dem Weitwinkel-Zoom EFS 18-55 mm für unter 750 Euro im normalen Handel angeboten (wahlweise auch mit dem Tamron SP AF 28-75 mm mit konstanter Lichtstärke f/2,8, dann für etwa 250 Euro mehr). Dieses "Zugabezoom" ist zwar mit f/3,5 (Weitwinkel) bis f/5,6 (Tele) nicht besonders lichtstark und macht einen etwas "billigen" Eindruck. Da es aber den wichtigen Brennweitenbereich von auf KB umgerechnet 28,8 mm - 88 mm abdeckt, sollte man es auf jeden Fall "mitnehmen" - zumal der Aufpreis gegenüber dem nackten Gehäuse nur 50 Euro beträgt. Seine Abbildungsqualität ist durchaus gut, und es hat eine Naheinstellgrenze von nur 28 cm unabhängig von der Brennweite, fungiert also zugleich als leichtes Makro (Motivbereich etwa 6 x 4 cm im Telebereich). Dazu sollte man sich die Original-Sonnenblende anschaffen (EW-60C).

Wunschobjektive

Grundsätzlich lassen sich alle EOS-Objektive (Bezeichnung EF) sowohl an "analogen" wie auch an den digitalen EOS-Kameras verwenden, grundsätzlich gilt das auch für Fremdobjekive etwa von Tamron, Sigma etc., sofern sie ein Canon-EF-Bajonett besitzen. Bei den Kameramodellen mit APS-Format-Sensor wie 300D, 20D, 350D wird ein sogenannter Brennweitenfaktor von 1,6 wirksam, das heißt, ein "Normal" mit 50mm echter Brennweite wirkt an der Digitalkamera wie ein Portraitobjektiv mit 80mm. Entsprechend steigt auch die Verwacklungsgefahr; als Faustregel gilt: Mindestbelichtungszeit gleich Kehrwert der Brennweite. Bei einem Normal also üblicherweise 1/50 bzw. 1/60 Sekunde, an der DSLR aber höchstens 1/80 oder besser 1/100. Umgekehrt braucht man für eine bildmäßige "Normalbrennweite" an den genannten Digitalkameras eine "echte" Brennweite von etwa 30-31 mm. Einige neuere Spezialobjektive von Canon, die sogenannten EF-S (short), die einen kleineren Bildkreis zeichnen und näher am Schwingspiegel sitzen, können nur an den APS-Format-DLSR verwendet werden.

Wer also von seiner "analogen" EOS-Kamera noch Objektive besitzt, kann diese an der Digitalen SLR weiterverwenden (siehe oben). Nur die ganz alten FT-Objektive von Canon können leider nicht verwendet werden.

Meine erste Wahl bei der weiteren Objektivausstattung war dann das Tamron SP AF 28-75 mm mit konstanter Lichtstärke f/2,8, das 329,- Euro kostet - nicht viel für so ein lichtstarkes Zoom mit ausgezeichneten optischen Eigenschaften. Die Naheinstellgrenze, wiederum brennweitenunabhänig, liegt bei 33 cm. An der EOS 300D entspricht es dem Brennweitenbereich 44,8 mm bis 120 mm, also einem Normal bis zum leichten Tele. Zusammen mit dem "Kit"-Objektiv deckt man damit den Bereich von 29 mm bis 120 mm ab (auf KB umgerechnet), somit erst einmal den ganzen Brot- und Butter-Bereich. Natürlich kann man sich auch andere Bereiche aussuchen und nach den Preislisten der Anbieter abstimmen.

Eine sinnvolle Ergänzung ist beispielsweise das EF 70-200 1:4L von Canon, das ebenfalls auf der Objektivtestseite vorgestellt wird.

Eine vollständige Übersicht über das EOS-Objektivprogramm enthält übrigens das am Ende besprochene Buch "EOS Digitalfotoschule".
Zusatzobjektive Tamron und Canon
Wunschobjektive: Links das SP AF XR Di 28-75 mm (entspricht 44,8 - 120 mm) von Tamron mit konstanter Lichtstärke 2,8, kleinste Blende 32, Naheinstellgrenze 33 cm. Paßt auch an alle EOS-Kameras. Vergleichstest mit dem Kit-Objektiv hier.
Rechts das EF 50 mm 1:1,4 (entspricht an der EOS 300D einem superlichtstarken 80-mm-Portraitobjektiv), kleinste Blende 22, Naheinstellgrenze 45 cm, Filtergewinde 58 mm.
Aufgrund des gegenüber dem Kleinbild- oder Leica-Filmformates von 24 mm x 36 mm mit nur 15,1mm x 22,7 mm (etwa APS) kleineren Fotosensors gilt für alle Objektive ein "Brennweitenfaktor" von 1,6 - aus einem 50mm-Normal wird eine 80mm-Portraitbrennweite. Oder umgekehrt: Die "Normal"-Bildwirkung erreicht man bei einer Brennweite von ca. 30 mm.

Unten: Das Canon EF 70-200/4,0L ändert weder beim Zoomen noch beim Fokussieren seine mechanische Länge, das Tamron (rechts daneben) fährt dagegen in Telestellung seinen Tubus so weit heraus, dass es fast so lang wie das Telezoom von Canon wird. An den APS-Format DSLRs entspricht es etwa dem Brennweitenbereich von 112 mm bis 320 mm bei konstanter Lichtstärke f/4. Canon EF 70-200/4,0L und Tamron 28-75

Die Kamera verfügt über einen schnellen, zuverlässigen Autofokus. Die sieben Messpunkte, die im Sucher jeweils rot aufblitzen, wenn sie "einrasten", helfen auch bei der manuellen Fokussierung: Bei leicht gedrücktem Auslöser blitzen diejenigen Messpunkte rot auf, bei denen die Kamera ein "ist scharf" erkennt, zugleich ertönt ein Piepston und das grüne Fokussignal im Sucher leuchtet dauerhaft - ist die Kamera mit der Schärfeeinstellung des Fotografen unzufrieden, blinkt es oder bleibt ganz erloschen.

Die EOS 300D bietet alle gängigen Einstellungsmodalitäten, einschließlich Zeit- und Blendenvorwahl, manueller Zeit/Blendenwahl und "B" für beliebige Langzeitbelichtungen. Statt des als Zubehör lieferbaren elektrischen Fernauslösers kann man sich aus Material für 5 Euro selbst einen elektrischen Drahtauslöser basteln, der mittels Kippschalter auch Dauerbelichtung erlaubt, ohne dass man stundenlang den Finger auf dem Auslöser halten muss.

Mit dem Raw-Format (Sensor-Rohdaten) kann man erstaunliche Dinge anstellen. Nicht nur lassen sich Weißabgleich, Farbsättigung und Kontrast nachträglich einstellen, man kann auch die Filmempfindlichkeit manipulieren, um statt der offiziell maximalen ISO 1600 mindestens ISO 3600 zu erreichen.


Selbstbau-"Drahtauslöser" für EOS 300D / EOS 350D

Handhabung des Fernauslösers
Selbstbau-"Drahtauslöser" für die EOS 300D und 350D - die Teile kosten etwa 5 Euro (statt 20 Euro für das Original von Canon).

Fotoimpressionen

Was glotzt Du so mit Deiner dicken Linse?
Was glotzt Du so mit Deiner dicken Linse? Nein, ich bin nicht Deine Katze (die ist auch rot, aber mit weißem Fleck auf der Stirn), sondern die vom Gasthof Giglbergstüberl (siehe Fotoimpressionen).


Portraitfotografie

Portraitaufnahme mit Fotoscheinwerfern
Auf der Unterseite Portraitfotografie zeige ich, wie man mit Fotoscheinwerfern Lichtstimmungen gestaltet. Und wie Fotos in reinem Kerzenlicht aussehen ...

Highspeed - ISO 3200 digital

Xaver bei ISO 3200
Auf der Unterseite Tipps und Tricks zum RAW-Format geht es um das Arbeiten mit dem RAW-Format wie nachträgliche Empfindlichkeitserhöhung, Belichtungskorrektur und Weißabgleich sowie andere häufig gestellte Fragen zum Nutzen von und Arbeiten mit dem RAW-Format.

Moonlight Serenade

Ein Auto im Mondenschein
Hm, wie meinen? Kein besonders gutes Foto meines Autos auf dem Parkplatz der Wendelstein-Seilbahn? Irgendwie unterbelichtet? Mehr dazu auf der Seite Nachtaufnahmen.

Repro & Makrofotografie, Schärfentiefe und kleine Dinge

Kleine Blende - große Schärfentiefe
Blick in ein Objektiv. Mehr dazu beim Thema Schärfentiefe, u. a. Nahaufnahmen und ein Selbstbau-Reprogestell, mit dem man Aufsichtsvorlagen bis 40 x 60 cm oder Filmnegative, Dias und vieles mehr bis hin zu Video-Trickfilmen aufnehmen kann.

Opas Klappdisplay: Der Winkelsucher

Klassischer Winkelsucher
Lassen Sie die Kids ruhig lachen: Tatsächlich vermisse ich manchmal ein Feature an der Digital-SLR: Das klapp- und schwenkbare Sucherdisplay, wie es z. B. die "Neo-SLR" PowerShot Pro 1 hat. Zugegeben - der klassische Winkelsucher ist kein vollwertiger Ersatz in allen Lebenslagen und Foto-Stellungen ... aber besser als nichts. Außerdem stammt der noch von meiner alten Canon Ftb - passt, auch an der 350D!

Bewertung

Es gibt an der EOS 300D wenig auszusetzen. Man kann das Plastikgehäuse bemäkeln, das sich aber gut anfasst und einen soliden Eindruck macht - für ein Magnesiumgehäuse (etwa an der neuen EOS 20D) muss man halt mehr hinlegen. Immerhin sind Bajonett und Stativgewinde aus Metall. Mancher mag sich auch über die funktionalen Einschränkungen durch die Firmware grämen, doch finde ich diese nicht so gravierend. Am meisten stört mich dabei die fehlende freie Wahl des Belichtungsmodus, diese ist bei Programm-, Blenden- und Zeitautomatik fest auf Selektivmessung eingestellt und beim manuellen Modus (Blende und Zeit von Hand) auf mittenbetonte Integralmessung, in allen anderen Betriebsarten auf die automatisch ausgewertete Mehrfeldmessung. Im Prinzip kann man aber mit diesen Festlegungen leben.

Rückwärtige Bedienelemente
Knöpfchen und Display auf der Rückseite, geöffnetes Batteriefach mit Kamera auf dem Stativ.

Ähnliches gilt für den Autofokus: Die Betriebsart One Shot (löst nur bei erfolgreicher Scharfstellung aus, die mit halbem Niederdrücken des Auslösers eingeleitet wird) ist den Motivprogrammen zugewiesen, außer beim Sportprogramm: AI-Servo (bewegte Motive werden verfolgt); AI-Focus (automatische Wahl zwischen One Shot oder AI-Servo um) ist der Vollautomatik und den "Kreativ-Programmen" wie Programmautomatik, Zeit- oder Blendenvorwahl und manueller Zeit-Blendeneinstellung zugeordnet. Die freie Wahl bekommt man erst wieder bei der EOS 350D.

Die im Internet kursierenden Tipps, sich eine gepatchte Version der Firmware (kamerainterne Software, kann vom Benutzer aktualisiert werden) herunterzuladen, die einige der Funktionen teurerer Modelle freischalten soll, habe ich noch nicht weiter verfolgt. Lediglich den Trick mit der erhöhten Empfindlichkeit (ISO 3200), der keinerlei Eingriffe in die Kamerasoftware verlangt, sondern mit der beigefügten Standardsoftware funktioniert, habe ich wie beschrieben mit Erfolg erprobt. Gestört hat mich eigentlich nur das wackelige Frontglied des mitgelieferten Zooms, doch scheint dieses tatsächlich in der Praxis keine fotografischen Qualitätseinbußen zu bewirken.

Derzeit ist die EOS 300D einfach die digitale Spiegelreflex des kleinen Mannes - und, wie ich finde, eine durchaus professionelle Kamera. Natürlich kann man sich eine 8-Megapixel-Kamera wünschen (siehe EOS 350D), die ja demnächst etwa zu denselben Einstandspreisen wie vor kurzem die EOS 300D erhältlich sein wird. Ich ziehe die EOS 300D der Powershot Pro 1 vor, weil sie eine höhere Empfindlichkeit bei recht geringem Bildrauschen hat, einen echten Mattscheiben-Sucher, auf dem man die Schärfe und Schärfentiefe beurteilen kann - und weil sie eine Systemkamera ist. Angeschaffte Objektive können später an anderen Modellen weiterverwendet werden - und Objektive sind nun einmal das größte Kapital des Fotografen - nicht nur in Euro!

Blitzaufnahme mit roten Augen
Das aufklappbare Blitzgerät macht je nach Aufnahmeumständen rote Augen (hier sollte es eigentlich nur als Aufhelllicht wirken, da das Gesicht der Sängerin beschattet war). Inzwischen hat man mich darauf hingewiesen, dass dies natürlich auch mit der Entfernung zum Aufnahmemotiv zusammenhängt - je größer diese, desto enger der Winkel zwischen vom Kamerablitz ausgehenden und von den Augen reflektierten Lichtstrahlen. Mit dem Thema muss ich wohl mal näher beschäftigen, bisher konnte ich nirgends eine Art "Faustregel" über die allgemeinen Aussagen zu dem Thema hinaus finden.

Die Kamera liegt sehr gut in der Hand - jedenfalls für Rechtshänder - und weist liebevolle ergonomische Details auf. Man kann, ohne sie abzuschalten, das Fach für die CF-Card öffnen (Kamera schaltet sich automatisch ab), beim Wiedereinsetzen schaltet sie sich wieder ein. Das Batteriefach am Kameraboden läßt sich auch öffnen, wenn sie auf einem recht großen Stativteller befestigt ist. Das metallene Stativgewinde sitzt auf der optischen Achse, sogar eine Markierung der "Filmebene" befindet sich am Gehäuse, und es gibt eine Taste zum Abblenden (Beurteilung der Schärfentiefe). Nur eine Vorauslösung des Spiegels fehlt noch, um zusätzlich Erschütterungen bei Stativaufnahmen zu reduzieren. Bedienung und Menüführung sind insgesamt recht gut gelungen, Belichtungskorrektur, Empfindlichkeit und Weißabgleich lassen sich ohne Menüqualen direkt über Tasten und das Hauptwahlrad einstellen. Während die Belichtungskorrektur sowie Zeit und Blende auch im Sucher angezeigt werden, fehlt eine solche Anzeige leider für die Empfindlichkeit, daher sollte man sich angewöhnen, diese immer wieder zu überprüfen, um nicht aus Versehen mit unsinnigen Einstellungen zu fotografieren. Auch Weißabgleich und Aufnahmeformat sind nur auf dem rückwärtigen LCD ablesbar.

Einige Tasten sind mit Mehrfachfunktionen belegt oder wechseln ihre Wirkung je nach Betriebsart, woran man sich erst gewöhnen muss. Dass es sogar ein Knöpfchen zur Beleuchtung des LCD mit Einstelldaten auf der Rückseite gibt, hatte ich vor Aufregung bei meinen Silvester-Aufnahmen ganz vergessen - und peinlich vermisst. Besonders nützlich ist die Sterntaste, mit der man die Belichtung unabhängig von der Fokussierung speichern kann.

Dass die Fernauslösung über einen leicht zu beschaffenden 2,5-mm-Klinkenstecker erfolgt, ist ein Vorzug, da man den Fernauslöser - auch für die EOS 350D - leicht aus Teilen für ca. 5 Euro selbst bauen kann, siehe oben.

Weitere Themen in Kürze: Testaufnahmen zum Belichtungsspielraum, Arbeiten mit der Histogrammanzeige unmittelbar nach der Aufnahme.


Technische Daten EOS 300D

Herstellerangaben

BILDSENSOR

Typ 22,7 x 15,1 mm CMOS
Effektive Pixelca. 6,3 Megapixel
Pixel gesamtca. 6,5 Megapixel
Seiten-Verhältnis3:2
Tiefpassfilterfest eingebaut
FarbfilterPrimärfarben

BILDPROZESSOR
TypDIGIC

OBJEKTIV
Objektiv-AnschlussEF / EF-S
Brennweiteabhängig vom passenden EF-Objektiv. Brennweitenfaktor 1,6fach

ENTFERNUNGSEINSTELLUNG
TypTTL-CT-SIR mit CMOS Sensor
AF System / Messpunkte7-Punkt-Messung
AF ArbeitsbereichEV 0,5-18 (bei 20°C und ISO 100)
AF BetriebsartAI FOCUS/ONE SHOT/AI SERVO/Manuelle Fokussierung
AF Mess-FeldwahlAutomatische Messfeldwahl, manuelle Messfeldwahl
Anzeige aktiver AF MesspunktEinblendung im Sucher und Anzeige im LCD
Prädiktions AFJa
AF Messwert-SpeicherungJa
AF HilfslichtSpeedlite (optional) gibt Hilfslicht ab
Manueller FokusAbhängig von den Objektiven

BELICHTUNGSSTEUERUNG
MessmodiTTL Offenblendmessung mit 35 Messsektoren
Mehrfeldmessung
Selektivmessung (ca. 9% des Sucherfelds)
mittenbetonte Messung
MessbereichEV 1-20 (bei 20°C mit 50 mm 1:1,4 Objektiven ISO 100)
AE LockAutomatisch: Im One-Shot AF-Modus und Mehrfeldmessung bei Schärfenspeicherung
Manuell: arbeitet jederzeit unabhängig, arbeitet mit kreativen Möglichkeiten
Belichtungs-Korrektur+/- 2 Blenden in 1/3 Stufen
Belichtungs-Messwertspeicher+/- 2 Blenden in 1/3 Stufen
ISO -EmpfindlichkeitAuto (100/200/400), und 100, 200, 400, 800, 1600
VERSCHLUSS
TypElektronisch gesteuerter Schlitzverschluss
Verschluss-Zeiten1/4000s bis 30 Sekunden, Langzeitbelichtung
AuslöserElektromagnetischer Sanftauslöser

WEISSABGLEICH
TypAutomatischer Weißabgleich mit Bildsensor
EinstellungenAuto, Tageslicht, Schatten, Bewölkt, Kunstlicht, Floureszierendes Licht, Blitz, Individualfunktionen
Weißabgleichs-Reihen+/- 3 Stufen in ganzen Stufen

FARBRAUM
Farbmatrix2 Farbraumarten: sRGB und Adobe RGB

SUCHER
SucherPentaspiegel
Gesichtsfeld (Vertikal/ Horizontal)95%
Sucher-Vergrößerung0,8fach
Austrittspupille21 mm
Dioptrien-Ausgleich-3 bis +1 dpt
Mattscheibefest eingebaut
SpiegelTeilverspiegelter Schnellrücklaufspiegel (Übertragung: Reflexion 40:60)
Sucher-InformationAF-Messfelder, AE/FE-Messwertspeicherung, AEB, Verschlusszeit, Blende, Belichtungsstufe, Max. Folge, AF/ MF Fokus Übereinstimmung, Speicherkartenwarnung
Schärfen-TiefenprüfungJa, über Abblendtaste

LCD-MONITOR
Monitor1.8", TFT, (ca. 118.000 Pixel)
Abdeckungca. 100% (JPEG)
Helligkeits-Regelungauf 5 unterschiedliche Stufen einstellbar

BLITZGERÄT
EinstellungenAuto, Manueller Blitz Ein/Aus, Rote-Augen-Reduktion
Blitzschuh/ Anschluss f. X-SynchronkabelJa/Nein
X-Synchronisation1/200 Sekunde
Rote-Augen-ReduktionJa
Blitzbelichtungs-Korrekturüber spezielles optionales Speedlite möglich
Blitz-BracketingFEB über spezielles optionales Speedlite möglich
Blitzmesswert-SpeicherJa
Synchronisation 2. VerschlußvorhangNein
Blitzbereich (eingebauter Blitz)Ausleuchtung bis zu 18 mm Brennweite (28 mm äquivalent)
Leitzahl13
Externe BlitzgeräteE-TTL mit entsprechenden Speedlites der EX Serie (kabellose Multi-Flash-Unterstützung über einen entsprechenden Speedlite möglich)

BELICHTUNGSSTEUERUNG
Belichtungs-FunktionenAuto, Porträt, Landschaft, Close-up, Sportaufnahmen, Nachtaufnahmen, Blitz Aus, P, Tv, Av, M, A-Dep
Reihen-Aufnahmebis zu 2,5 Bilder pro Sekunde (bis zu 4 Bilder in Folge)

AUFNAHMEQUALITÄT
Aufnahme-Qualität(LF) 3072 x 2048, (LN) 3072 x 2048, (MF) 2048 x 1360, (MN) 2048 x 1360, (SF) 1536 x 1024, (SN) 1536 x 1024 RAW 3072 x 2048
KomprimierungFein, Normal, RAW (nur max. Auflösung)
StehbilderJPEG (unterstützt Exif 2.2 [Exif Print]) / Designregel für Kameradateisystem (DCF), RAW & JPEG Simultanaufzeichnung, Digital Print Order Format [DPOF] Version 1.1
Gleichzeitige Aufzeichnung RAW+JPEGJa
Datei-Nummerierung(1) Aufeinanderfolgende Nummerierung
(2) Automatisches Rückstellen
(3) Manuelles Rückstellen
Processing Parameters2 Standardeinstellungen sowie 3 persönliche Einstellungen können gewählt werden

DIRECT PRINT
Canon DruckerCanon Card Photo Printer und Bubble Jet Drucker mit Direct Print Funktion
PictBridgeJa

WEITERE FEATURES
LCD Hintergrund-BeleuchtungJa
Intelligenter Orientierungs-SensorJa
Histogramm im Wiedergabe-ModusJa
Lupenfunktion bei Wiedergabe2fach - 10fach
Bild SchutzEinzelbild
Bild LöschenEinzelbild/Alle Bilder/Initialisieren
Selbstauslöser10 Sekunden
Menü Kategorien(1) Aufnahme-Menü: 9
(2) Wiedergabe-Menü: 4
(3) Einstellungs-Menü: 13 (6+7)
Menü-SprachenEnglisch, Deutsch, Französisch, Niederländisch, Dänisch, Finnisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Chinesisch, Japanisch
Firmware UpdateJa, durch Anwender

SCHNITTSTELLEN
ComputerUSB (PTP)
WeitereVideoausgang (PAL/ NTSC)

SPEICHERKARTE
TypCompactFlash Typ I / II (Microdrive kompatibel)

UNTERSTÜTZTE BETRIEBSYSTEME
PCWindows 98 (incl. SE) / 2000 / Me / XP
MacintoshOS 9.0 - 9.2, OS X ab Version 10.1

SOFTWARE
Bildbetrachtung/ DruckZoomBrowser EX (PhotoRecord) / ImageBrowser
SonstigePhotoStitch, RemoteCapture, File Viewer Utility
TreiberTWAIN (Windows 98 / 2000), WIA (Windows Me)
BildbearbeitungPhotoshop Elements v2

STROMVERSORGUNG
AkkuAufladbare Li-Ionen Batterie BP-511 oder BP-512 (BP-511 Batterie enthalten)
Akku-StatusAutomatisch
Stromspar-ModusAbschaltung nach 1, 2, 4, 8, 15 oder 30 Minuten
NetzadapterAC-E2 (optional)

ZUBEHÖR
KameratascheKameratasche EH-16L
Objektiv-ZubehörAlle EF und EF-S Objektive
Gegenlichtblende für EF-S 18-55EW-60C
externes BlitzgerätCanon Speedlites (220EX, 380EX, 420EX, 550EX, Macro-Ring-Lite, MR-14EX, Macro Twin Lite MT-24EX, Speedlite Transmitter ST-E2)
BatteriegriffBG-E1
FernauslöserController RC-1/ RC-5/ RS-60E3
Strom-Versorgung und Akku-LadegerätNetzwerkadapter ACK-E2, Kompaktadapter CA-PS400, Akku-Ladegerät CB-5L, Akkuladegerät CG-570, Aufladekabel für Auto CR-560, BP-511, BP-512

¹In den Display-Formaten 1 und 2 wird jeder überbelichtete Bereich im Bildanzeigebereich blinken
Preise (Februar 2005)Kit mit EF-S 18-55: 749,- €
"Black Edition" (mit Batterie-Handgriff): 849,- €. Inzwischen nicht mehr im Handel, wird aber noch zu Preisen um 300-400 Euro angeboten, vermutlich gebraucht.
Link zum Herstellerwww.canon.de

Technische Daten EOS 350D

Herstellerangaben

BILDSENSOR

Typ 22,2 x 14,8 mm CMOS
Effektive Pixelca. 8,0 Megapixel
Pixel gesamtca. 8,2 Megapixel
Seiten-Verhältnis3:2
Tiefpassfilterfest eingebaut
FarbfilterRGB-Primärfarben

BILDPROZESSOR
TypDIGIC II

OBJEKTIV
Objektiv-AnschlussEF / EF-S
Brennweiteabhängig vom passenden EF-Objektiv. Brennweitenfaktor 1,6fach

ENTFERNUNGSEINSTELLUNG
TypTTL-CT-SIR mit CMOS Sensor
AF System / Messpunkte7-Punkt-Messung
AF ArbeitsbereichEV 0,5-18 (bei 20°C und ISO 100)
AF BetriebsartAI FOCUS/ONE SHOT/AI SERVO/Manuelle Fokussierung
AF Mess-FeldwahlAutomatische Messfeldwahl, manuelle Messfeldwahl
Anzeige aktiver AF MesspunktEinblendung im Sucher und Anzeige im LCD
Prädiktions AFJa
AF Messwert-SpeicherungJa
AF HilfslichtSpeedlite (optional) gibt Hilfslicht ab
Manueller FokusAbhängig von den Objektiven

BELICHTUNGSSTEUERUNG
MessmodiTTL Offenblendmessung mit 35 Messsektoren
Mehrfeldmessung
Selektivmessung (ca. 9% des Sucherfelds)
mittenbetonte Messung
MessbereichEV 1-20 (bei 20°C mit 50 mm 1:1,4 Objektiven ISO 100)
AE LockAutomatisch: Im One-Shot AF-Modus und Mehrfeldmessung bei Schärfenspeicherung
Manuell: arbeitet unabhängig, in Kreativprogrammen möglich
Belichtungs-Korrektur+/- 2 Blenden in 1/2 oder 1/3 Stufen
Belichtungs-Messwertspeicher+/- 2 Blenden in 1/2 oder 1/3 Stufen
ISO -EmpfindlichkeitAuto (100/200/400), und 100, 200, 400, 800, 1600
VERSCHLUSS
TypElektronisch gesteuerter Schlitzverschluss
Verschluss-Zeiten1/4000s bis 30 Sekunden, Langzeitbelichtung
AuslöserElektromagnetischer Sanftauslöser

WEISSABGLEICH
TypAutomatischer Weißabgleich mit Bildsensor
EinstellungenAuto, Tageslicht, Schatten, Bewölkt, Kunstlicht, Floureszierendes Licht, Blitz, Individualfunktionen
Weißabgleichs-Reihen+/- 3 Stufen in ganzen Stufen, jeweils 3 Bilder pro Aufnahme, Blau/Bernstein oder Magenta/Grün

FARBRAUM
Farbmatrix2 Farbraumarten: sRGB und Adobe RGB

SUCHER
SucherFeststehendes Spiegelprisma
Gesichtsfeld (Vertikal/ Horizontal)95%
Sucher-Vergrößerung0,8fach
Austrittspupille21 mm
Dioptrien-Ausgleich-3 bis +1 dpt
Mattscheibefest eingebaut
SpiegelTeilverspiegelter Schnellrücklaufspiegel (Übertragung: Reflexion 40:60)
Sucher-InformationAF-Messfeld, Messerwert-/FE-Speicherung, AEB, Verschlusszeit, Blende, Belichtungslevel/-korrektur, Maximalzahl. Reihenbilder, Schärfenindikator, Warnung CF-Karte
Schärfen-TiefenprüfungJa, über Abblendtaste
Okular-VerschlussAm Trageriemen

LCD-MONITOR
Monitor1.8", TFT, (ca. 115.000 Pixel)
Abdeckungca. 100% (JPEG)
Helligkeits-Regelungauf 5 unterschiedliche Stufen einstellbar

BLITZGERÄT
EinstellungenAuto, Manueller Blitz Ein/Aus, Rote-Augen-Reduktion
Blitzschuh/ Anschluss f. X-SynchronkabelJa/Nein
X-Synchronisation1/200 Sekunde
Rote-Augen-ReduktionJa
Blitzbelichtungs-Korrektur+/- 2EV in 1/2 oder 1/3 Stufen
Blitz-BracketingFEB über spezielles optionales Speedlite möglich
Blitzmesswert-SpeicherJa
Synchronisation 2. VerschlußvorhangJa
Blitzbereich (eingebauter Blitz)Ausleuchtung bis zu 17 mm Brennweite (27 mm äquivalent)
Leitzahl13
Externe BlitzgeräteE-TTL mit entsprechenden Speedlites der EX Serie (kabellose Multi-Flash-Unterstützung über einen entsprechenden Speedlite möglich)

BELICHTUNGSSTEUERUNG
Belichtungs-FunktionenVollautomatik, Porträt, Landschaft, Nahaufnahme, Sport, Nachtportrait, Blitz Aus, Blendenautomatik, Zeitautomatik, Manell, Schärfentiefenautomatik A-Dep
FotoeffekteMonochrommodus (über das Aufnahmemenü wählbar) mit Optionen für Filter und Tonwerteffekte
BetriebsartenEinzelbild, Reihenbilder
Reihen-Aufnahmebis zu 3 Bilder pro Sekunde (bis zu 14 Bilder in Folge)

AUFNAHMEQUALITÄT
Aufnahme-Qualität(LF) 3456 x 2304 (3,3 MB),
(LN) 3456 x 2304 (1,7 MB),
(MF) 2496 x 1664 (ca. 2,0 MB),
(MN) 2544 x 1696 (ca. 1,0 MB),
(SF) 1728 x 1152 (ca. 1,2 MB),
(SN) 1728 x 1152 (ca. 0,6 MB),
RAW 3456 x 2304 (ca. 8,8 MB)
KomprimierungFein, Normal, RAW
StehbilderJPEG (unterstützt Exif 2.21 [Exif Print]) / Designregel für Kameradateisystem (DCF), RAW & JPEG Simultanaufzeichnung, Digital Print Order Format [DPOF] Version 1.1
Gleichzeitige Aufzeichnung RAW+JPEGJa (nur RAW + Large JPEG)
Datei-Nummerierung(1) Aufeinanderfolgende Nummerierung
(2) Automatisches Rückstellen
Processing Parameters2 Standardeinstellungen sowie 3 persönliche Einstellungen können gewählt werden

DIRECT PRINT
Canon DruckerCanon SELPHY Compact Photo Printer, Bubble Jet Printer mit Direct Print Funktion und PIXMA Drucker mit PictBridge-Unterstützung
PictBridgeJa

WEITERE FEATURES
Individual-Funktionen9 Custom-Funktionen mit 24 Einstellungen
LCD Hintergrund-BeleuchtungJa
Intelligenter Orientierungs-SensorJa
Histogramm im Wiedergabe-ModusJa
Lupenfunktion bei Wiedergabe2fach - 10fach
Bild SchutzLöschschutz für jeweils ein Bild
Bild LöschenEinzelbild/Alle Bilder
SelbstauslöserVorlaufzeit ca. 10 Sekunden
Menü-Kategorien (1) Aufnahmemenü 1: 6
(2) Aufnahmemenü 2: 7
(3) Wiedergabemenü: 5
(4) Setupmenü 1: 7
(5) Setupmenü 2: 7
Menü-SprachenDeutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Dänisch, Finnisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Russisch, Chinesisch (vereinf.), Koreanisch, Japanisch
Firmware UpdateJa, durch Anwender

SCHNITTSTELLEN
ComputerUSB 2.0 Hi-Speed (Mini-B)
WeitereVideoausgang (PAL/ NTSC)

SPEICHERKARTE
TypCompactFlash Typ I / II (Microdrive kompatibel)

UNTERSTÜTZTE BETRIEBSYSTEME
PCWindows 98 (incl. SE) / 2000 / Me / XP
MacintoshOS X Version 10.1 - 10.3

SOFTWARE
Bildbetrachtung/ DruckZoomBrowser EX, Digital Photo Professional
SonstigePhotoStitch
TreiberTWAIN (Windows 98 / 2000), WIA (Windows Me)
BildbearbeitungArcSoft PhotoStudio

STROMVERSORGUNG
AkkuAufladbarer Li-Ionen-Akku NB-2LH (NB-2LH-Akku im Lieferumfang)
Akku-StatusAutomatisch
Stromspar-ModusAbschaltung nach 1, 2, 4, 8, 15 oder 30 Minuten
NetzadapterACK-700 (optional)

ZUBEHÖR
KameratascheKameratasche EH-16L
Objektiv-ZubehörAlle EF und EF-S Objektive
Gegenlichtblende für EF-S 18-55EW-60C
externes BlitzgerätCanon Speedlites (220EX, 380EX, 420EX, 550EX, Macro-Ring-Lite MR-14EX, Macro Twin Lite MT-24EX, Speedlite Transmitter ST-E2)
BatteriegriffBG-E3
FernauslöserKabelauslöser RS-60E3, IR-Fernauslöser RC-1/ RC-5
Strom-Versorgung und Akku-LadegerätAC-Adapterkit ACK-700, Akkuladegerät CB-2LTE, Akku NB-2LH
GehäusematerialEdelstahl / Kunststoff
Betriebsumgebungca. 0 - 40°C, 85% relative Luftfeuchtigkeit oder weniger
Abmessungenca. 126,5 x 94,2 x 64 mm
Gewicht (ohne Akku und Speicherkarte)ca. 485 g

¹Kompatibel mit allen CF-Speicherkartenkapazitäten, einschließlich CF-Karten von 2 GB und größer
Preise (Mai 2005)Kit mit EF-S 18-55: 849,- €
Da es im Handel zahlreiche verschiedene Zusammenstellungen gibt und die Preise recht unterschiedlich sind und sich mit der Zeit ändern, bitte ich diese selbst zu recherchieren
Link zum Herstellerwww.canon.de

Buchtipp

Buch EOS Digitalfotoschule
Baierbrunn 2004
Point of sale Verlag
280 Seiten
28,- €
ISBN 3925334-68-8
Guido Krebs

EOS Digitalfotoschule


Für April ist eine Neuauflage angekündigt, die auch die EOS 350D berücksichtigt.

Das solide und gediegen aufgemachte Werk weist zwar nicht direkt darauf hin, dass sein Autor der Firma Canon-Deutschland angehört, ist aber klar als firmenspezifische Publikation erkennbar. So behandelt es ausschließlich Produkte aus dem Hause Canon, vorwiegend der EOS-Serie von Spiegelreflexkameras, und ganz speziell die neueren Digital-Kameras wie EOS D30, D60, 10D, 300D und 20D sowie neben dem kompletten EOS-Objektivprogramm natürlich auch die speziell für Digitalkameras neu entwickelten EF-S-Zoomobjektive mit verkürzter Bauweise und kleinerem Bildkreis. Nur am Rande macht der Autor wohlwollende Anmerkungen dazu, dass es von Fremdherstellern auch billigere Objektive für Canon-Kameras gibt, für deren Qualität aber ausschließlich die jeweiligen Hersteller zuständig seien.

Ansonsten ist das Buch wirklich eine komplette "Fotoschule" wie frühere Werke bekannter Fotografen, es erklärt alle Grundlagen wie Brennweite, Blendenzahlen, Belichtungszeiten und Messverfahren, Belichtungskorrekturen, Schärfentiefe und so weiter, immer im Hinblick auf eventuelle Besonderheiten in Bezug auf die digitale Spiegelreflextechnik, wie beispielsweise den Brennweitenfaktor von 1,6 durch den gegenüber dem Kleinbildformat kleineren Bildsensor und sonstige Auswirkungen auf die Bildwirkung. Zahlreiche ansprechende Bildbeispiele mit zum Teil beachtlichem fotografischen Niveau illustrieren neben der gut verständlich geschilderten Technik auch fotografische und bildgestalterische Gesichtspunkte. Im Wesentlichen spricht das Buch aber den erfahrenen Spiegelreflex-Amateur mit Umsteigergedanken wie auch den Neueinsteiger in die gehobene Digitalfotografie an, der sein fotografisches Grundwissen noch erweitern will. Und es gibt ausführliche und spezielle Tipps zum Umgang mit den genannten Kameras. Insgesamt hinterläßt das Buch einen sehr positiven Eindruck und ist empfehlenswert, auch wenn es für sich gesehen die Frage nicht beantwortet, ob man nicht vielleicht doch lieber eine Nikon oder Olympus anschaffen möchte.